Breadcrumb
Besucher landen mitten in der Website?
Das ist der Normalfall bei Zugriffen aus der Suche. Wir sehen uns an, ob deine Struktur an jeder Stelle verständlich bleibt.
Ein Breadcrumb — auf Deutsch Brotkrumennavigation — ist eine Pfadanzeige, die zeigt, wo sich eine Seite innerhalb der Website-Struktur befindet, meist oberhalb der Überschrift: Startseite › Leistungen › WordPress-Wartung. Sie hilft bei der Orientierung, bietet einen Weg nach oben und wird von Suchmaschinen ausgewertet — sichtbar daran, dass in den Ergebnissen der Pfad statt der nackten Adresse erscheint.
Kurz zusammengefasst:
- Zeigt die Position in der Struktur, nicht den Verlauf des Besuchs.
- Nützlich ab etwa drei Ebenen — bei flachen Websites überflüssig.
- Mit
BreadcrumbListauszeichnen, damit Suchmaschinen den Pfad anzeigen. - Die aktuelle Seite steht am Ende und wird nicht verlinkt.
- Ersetzt keine Hauptnavigation.
Wozu sie gut ist
Viele Besucher kommen nicht über die Startseite, sondern direkt aus der Suche auf eine Unterseite. Sie landen mitten in der Website, ohne zu wissen, wo sie sind. Der Breadcrumb beantwortet genau das — und bietet zugleich den Weg zur übergeordneten Ebene an.
Der zweite Nutzen ist die Darstellung in den Suchergebnissen: Statt einer langen Adresse erscheint dort der Pfad. Das ist leichter zu erfassen und wirkt sich positiv auf die Klickbereitschaft aus.
Wann sie sich lohnt
| Website | Breadcrumb? |
|---|---|
| Onepager, fünf Seiten flach | nein — es gibt keinen Pfad |
| Unternehmensseite mit zwei Ebenen | optional |
| Website mit Leistungen und Unterleistungen | ja |
| Blog mit Kategorien | ja |
| Shop mit Kategoriebäumen | ja, praktisch Pflicht |
| Glossar oder Wissensbereich | ja |
Faustregel: Ab drei Ebenen lohnt es sich. Darunter erzeugt der Breadcrumb nur ein zusätzliches Element ohne Aussage.
Worauf zu achten ist
- Struktur, nicht Verlauf. Der Breadcrumb zeigt, wo die Seite liegt, nicht welchen Weg der Besucher genommen hat. Verlaufsbasierte Varianten verwirren mehr, als sie helfen.
- Die aktuelle Seite nicht verlinken — sie ist das Ziel, kein Weg dorthin.
- Auszeichnen. Mit
BreadcrumbListals strukturierte Daten, damit der Pfad in den Ergebnissen erscheint. - Konsistent bleiben. Wenn eine Seite in mehreren Kategorien liegt, sollte immer derselbe Pfad angezeigt werden — sonst entstehen widersprüchliche Signale.
- Mobil nicht abschneiden. Lange Pfade brauchen auf schmalen Bildschirmen eine Lösung — kürzen in der Mitte, nicht am Ende.
- Zugänglich auszeichnen, damit Hilfsmittel den Bereich als Navigation erkennen — siehe ARIA-Label.
Punkt 4 wird bei Shops und Blogs regelmäßig zum Problem: Liegt ein Beitrag in drei Kategorien, muss eine als Hauptkategorie festgelegt werden. Sonst ändert sich der Pfad je nach Aufruf.
In WordPress
Viele Themes bringen eine Brotkrumennavigation mit, ebenso die gängigen SEO-Erweiterungen. Wichtig ist, dass nur eine aktiv ist — sonst erscheinen zwei Pfade und die Auszeichnung wird doppelt ausgegeben.
Prüfen lässt sich das schnell: eine Unterseite aufrufen, im Quelltext nach BreadcrumbList suchen. Kommt es zweimal vor, ist eine Quelle zu viel.
Häufige Fragen
Ist ein Breadcrumb ein Rankingfaktor?
Nicht direkt. Er verbessert die Darstellung in den Suchergebnissen und die Orientierung — beides wirkt sich indirekt aus, etwa über die Klickrate.
Brauche ich einen bei einer kleinen Website?
Bei zwei Ebenen selten. Er zeigt dann nur „Startseite › Seite“ und liefert keinen Mehrwert.
Soll die aktuelle Seite verlinkt sein?
Nein. Sie ist das Ziel und wird als letztes Element ohne Link dargestellt.
Was tun, wenn ein Beitrag in mehreren Kategorien liegt?
Eine Hauptkategorie festlegen. Die gängigen SEO-Erweiterungen bieten dafür ein eigenes Feld. Ohne diese Festlegung wechselt der Pfad je nach Zugriff.
Wie zeichne ich einen Breadcrumb korrekt aus?
Mit strukturierten Daten vom Typ BreadcrumbList. Themes und SEO-Erweiterungen erledigen das meist automatisch — es sollte aber nur einmal im Quelltext vorkommen.
Ist der Breadcrumb ein Ersatz für die Navigation?
Nein. Er zeigt nur den Weg nach oben, nicht die verfügbaren Bereiche. Die Hauptnavigation bleibt notwendig.
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Über den Autor
Tim Ehling
Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Webentwicklung – und seit 2006 ganz besonders intensiv mit WordPress. Ich entwickle und optimiere Webseiten, betreue sie langfristig durch zuverlässige Wartung und biete Schulungen für alle, die WordPress sicher und effizient nutzen möchten. Außerdem unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Social-Media-Kanäle und SEO-Strategien so zu verbessern, dass sie bei Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen gut ankommen.





