Lesbarkeit prüfen — kostenloses Online-Tool für barrierefreie Texte

Ist dein Text verständlich genug? Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das am 28. Juni 2025 in Kraft getreten ist, müssen digitale Angebote barrierefrei gestaltet sein. Dazu gehören auch Texte — sie sollen für möglichst viele Menschen lesbar und verständlich sein.

Mit unserem kostenlosen Lesbarkeits-Tool prüfst du in Sekunden, wie verständlich dein Text ist. Du erhältst einen Flesch-Reading-Ease-Score, der dir zeigt, ob dein Inhalt den Anforderungen an Leichte oder Einfache Sprache entspricht.

Gut zu wissen: Leichte Sprache und Einfache Sprache sind nicht dasselbe. Leichte Sprache folgt einem strengen Regelwerk (definiert vom Netzwerk Leichte Sprache) und richtet sich an Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Einfache Sprache ist allgemein verständlich geschrieben, aber weniger streng geregelt — ideal für Websites, Behördentexte und Marketing-Inhalte.

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Texte in Leichter Sprache brauchen Profis

Lesbarkeits-Scores verstehen: Was die Zahlen bedeuten

Lesbarkeitsformeln bewerten, wie verständlich ein Text ist. Sie berücksichtigen Faktoren wie Satzlänge, Wortlänge und Silbenanzahl. Hier sind die wichtigsten Indizes im Überblick:

Flesch-Reading-Ease (FRE)

Der bekannteste Lesbarkeitsindex weltweit. Die Skala reicht von 0 (sehr schwer) bis 100 (sehr leicht). Für deutsche Texte gilt die angepasste Amstad-Formel.

ScoreBewertungVerständlich für
90–100Sehr leicht5. Klasse, Leichte Sprache
60–90Leicht bis durchschnittlichAllgemeine Öffentlichkeit
30–60AnspruchsvollFachpublikum, Studierende
0–30Sehr schwerWissenschaftliche Texte, Jura

Empfehlung: Für barrierefreie Websites sollte dein Score mindestens bei 60 liegen. Für Leichte Sprache ist ein Wert über 80 anzustreben.

LIX (Lesbarkeitsindex)

Der LIX wurde in Schweden entwickelt und funktioniert sprachübergreifend. Er berechnet die Lesbarkeit anhand der durchschnittlichen Satzlänge und des Anteils langer Wörter (über 6 Zeichen).

LIX-WertBewertungBeispiel
unter 30Sehr leichtKinderbücher
30–40LeichtBelletristik
40–50DurchschnittlichZeitungen, Sachbücher
50–60SchwerFachtexte
über 60Sehr schwerWissenschaftliche Arbeiten

Wiener Sachtextformel (WSTF)

Die Wiener Sachtextformel wurde speziell für deutsche Sachtexte entwickelt. Sie ordnet Texte einer Schulstufe zu — ein Wert von 6 bedeutet, dass der Text ab der 6. Schulstufe verständlich ist.

Die Formel berücksichtigt den Anteil langer Wörter (über 6 Zeichen), die durchschnittliche Satzlänge und den Anteil von Wörtern mit mehr als 3 Silben. Für allgemein verständliche Texte empfehlen wir einen WSTF-Wert zwischen 4 und 8.

Leichte Sprache vs. Einfache Sprache — der Unterschied

Leichte SpracheEinfache Sprache
RegelwerkStrenges Regelwerk (Netzwerk Leichte Sprache)Allgemeine Empfehlungen, weniger streng
ZielgruppeMenschen mit kognitiven Einschränkungen, LernschwierigkeitenBreite Öffentlichkeit, Nicht-Muttersprachler
SatzlängeMax. 8–10 Wörter pro SatzMax. 15–20 Wörter pro Satz
PrüfungMuss von Betroffenen gegengelesen werdenKann mit Tools geprüft werden
EinsatzBehörden, Inklusions-ProjekteWebsites, Marketing, Newsletter
Flesch-ScoreÜber 80 empfohlenÜber 60 empfohlen

So verbesserst du den Lesbarkeits-Score deiner Texte

Dein Score ist zu niedrig? Mit diesen Tipps machst du deine Texte verständlicher:

  • Kurze Sätze schreiben: Halte Sätze bei maximal 15 Wörtern. Für Leichte Sprache sogar unter 10. Jeder Satz sollte nur einen Gedanken enthalten.
  • Einfache Wörter verwenden: Ersetze Fremdwörter durch deutsche Entsprechungen. Statt „implementieren“ schreibe „umsetzen“, statt „Korrelation“ schreibe „Zusammenhang“.
  • Aktiv statt passiv: „Wir prüfen deinen Text“ ist verständlicher als „Dein Text wird von uns geprüft“.
  • Fachbegriffe erklären: Wenn du einen Fachbegriff verwenden musst, erkläre ihn direkt danach in einfachen Worten.
  • Absätze kurz halten: Maximal 3–4 Sätze pro Absatz. Nutze Zwischenüberschriften, Listen und Tabellen zur Gliederung.
  • Verneinungen vermeiden: „Das Tool ist kostenlos“ ist klarer als „Das Tool ist nicht kostenpflichtig“.
  • Nominalisierungen auflösen: Statt „Die Durchführung der Prüfung“ schreibe „Den Text prüfen“.

Was bedeutet das BFSG für deine Texte?

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet Unternehmen seit dem 28. Juni 2025, digitale Produkte und Dienstleistungen barrierefrei zu gestalten. Doch was heißt das konkret für Texte?

Leichte und Einfache Sprache sind zwar keine explizite BFSG-Pflicht. Aber sie sind ein wichtiger Baustein, um die WCAG-Richtlinie 3.1 (Lesbarkeit) zu erfüllen. Die WCAG fordert unter anderem:

  • Die Sprache der Seite muss im HTML-Code korrekt angegeben sein (Level A)
  • Die Sprache einzelner Abschnitte muss gekennzeichnet werden, wenn sie von der Seitensprache abweicht (Level AA)
  • Ungewöhnliche Wörter und Abkürzungen sollten erklärt werden (Level AAA)
  • Texte sollten auf einem niedrigen Sekundarschulniveau verständlich sein oder eine vereinfachte Version bereitstellen (Level AAA)

Unser Tipp: Auch wenn Level AAA keine Pflicht ist — verständliche Texte verbessern die Nutzererfahrung für alle Besucher und reduzieren rechtliche Risiken.

Wie hilft Lesbarkeit bei SEO?

Verständliche Texte sind nicht nur barrierefrei — sie performen auch besser in Suchmaschinen:

  • Längere Verweildauer: Wenn Besucher deinen Text leicht verstehen, lesen sie ihn bis zum Ende. Das sendet positive Signale an Google.
  • Niedrigere Absprungrate: Komplizierte Texte vertreiben Leser. Einfache Sprache hält sie auf der Seite.
  • Featured Snippets: Google bevorzugt klar formulierte Antworten für Position Null. Kurze, verständliche Sätze haben bessere Chancen.
  • Sprachsuche: Bei Voice Search werden kurze, einfache Antworten bevorzugt — genau das, was Einfache Sprache liefert.

Weitere kostenlose Text-Tools

Nutze auch unsere anderen kostenlosen Tools, um deine Texte zu optimieren:

  • Lesezeit berechnen: Ermittle die Lesedauer deines Textes und prüfe, ob die Länge zum Content-Typ passt.
  • Grammatik-Check: (Kommt bald) — Prüfe deine Texte auf Grammatik- und Rechtschreibfehler.

Alle Tools basieren auf Textivo — unserer Plattform für Textanalyse und Content-Optimierung.

Häufige Fragen zur Lesbarkeit

Was prüft dieses Tool?

Das Tool bewertet die Lesbarkeit deines Textes anhand des Flesch-Reading-Ease-Scores. Du erhältst einen Wert zwischen 0 und 100 — je höher, desto leichter verständlich ist dein Text. Die Lite-Version analysiert bis zu 2.000 Zeichen pro Prüfung.

Was ist der Flesch-Reading-Ease-Score?

Der Flesch-Reading-Ease-Score misst die Lesbarkeit anhand von Satzlänge und Wortlänge. Ein Score über 60 gilt als allgemein verständlich, über 80 als leicht verständlich. Für deutsche Texte wird die angepasste Amstad-Formel verwendet.

Was ist der Unterschied zwischen Leichter Sprache und Einfacher Sprache?

Leichte Sprache folgt einem strengen Regelwerk des Netzwerks Leichte Sprache und richtet sich an Menschen mit kognitiven Einschränkungen (max. 8–10 Wörter pro Satz). Einfache Sprache ist allgemein verständlich geschrieben, aber weniger streng geregelt — ideal für Websites und Marketing-Texte (max. 15–20 Wörter pro Satz).

Warum ist Lesbarkeit wichtig für Barrierefreiheit?

Das BFSG und die WCAG-Richtlinien fordern barrierefreie digitale Angebote. Verständliche Texte sind ein wichtiger Baustein dafür. Sie machen Inhalte zugänglich für Menschen mit Lernschwierigkeiten, Leseschwächen, geringen Deutschkenntnissen oder kognitiven Einschränkungen.

Was fordert das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für Texte?

Das BFSG verlangt seit dem 28. Juni 2025 barrierefreie digitale Angebote. Leichte oder Einfache Sprache sind keine explizite Pflicht, aber sie helfen, die WCAG-Richtlinie 3.1 (Lesbarkeit) zu erfüllen. Verständliche Texte reduzieren zudem das Risiko von Abmahnungen.

Wie kann ich meinen Lesbarkeits-Score verbessern?

Verwende kurze Sätze (unter 15 Wörter), einfache Wörter statt Fremdwörter, aktive Formulierungen und vermeide Nominalisierungen. Gliedere Texte mit Absätzen, Zwischenüberschriften und Listen. Prüfe danach erneut mit dem Tool, ob sich der Score verbessert hat.

Welche Score-Formel sollte ich verwenden?

Für allgemeine Web-Texte reicht der Flesch-Reading-Ease. Für deutsche Sachtexte bietet die Wiener Sachtextformel genauere Ergebnisse. Der LIX eignet sich für sprachübergreifende Vergleiche. In der Textivo-Vollversion kannst du alle drei Formeln nutzen.

Wie hilft Lesbarkeit bei SEO?

Gut lesbare Texte erhöhen die Verweildauer, senken die Absprungrate und verbessern die Nutzererfahrung — alles Faktoren, die Google für das Ranking berücksichtigt. Außerdem bevorzugt Google klar formulierte Inhalte für Featured Snippets und Sprachsuche.

Hinweis: Dieses Tool gibt eine automatisierte Einschätzung der Lesbarkeit. Es ist eine Hilfestellung, aber kein Ersatz für eine professionelle Prüfung durch Experten — insbesondere wenn du Texte in Leichter Sprache benötigst, die nach dem Regelwerk des Netzwerks Leichte Sprache erstellt werden müssen.

Verweise:
https://www.indexlift.com/de/blog/lesbarkeitsindex
https://www.optimerch.de/lexikon/flesch-reading-ease/
https://wdfidf.net/was-ist-der-flesch-reading-index
https://www.netzwerk-leichte-sprache.de/de/infos-zur-leichten-sprache/die-regeln

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