
Shared Hosting: Vorteile, Nachteile & wann es sich lohnt
Shared Hosting (deutsch: geteiltes Webhosting) bezeichnet ein Hosting-Modell, bei dem mehrere Websites auf einem einzigen physischen Server betrieben werden und sich dessen Ressourcen wie CPU, RAM, Speicherplatz und Bandbreite teilen. Es ist die kostengünstigste und am weitesten verbreitete Hosting-Art für kleinere Websites und Einsteiger.
Stell dir Shared Hosting wie ein Mehrfamilienhaus vor: Jede Wohnung (Website) hat ihren eigenen Bereich, aber alle Bewohner teilen sich die Infrastruktur wie Heizung, Wasser und Strom (Serverressourcen). Das macht es erschwinglich, bedeutet aber auch, dass ein „lauter Nachbar“ (eine ressourcenintensive Website) die Performance anderer Websites beeinflussen kann.
Wie funktioniert Shared Hosting?
Bei Shared Hosting betreibt ein Hosting-Anbieter einen leistungsstarken Server, auf dem hunderte oder sogar tausende Websites gleichzeitig laufen. Jeder Kunde erhält:
- Webspace: Speicherplatz für Dateien, Datenbanken und E-Mails (typisch: 10-100 GB)
- Bandbreite: Datentransfer für Website-Besucher (oft „unlimited“)
- E-Mail-Konten: Postfächer mit eigener Domain
- Datenbanken: MySQL/MariaDB-Datenbanken für WordPress & Co.
- FTP-Zugang: Zur Datei-Verwaltung
- Control Panel: Verwaltungsoberfläche wie cPanel oder Plesk
Der Hosting-Anbieter übernimmt die Server-Verwaltung, Sicherheitsupdates und technische Wartung. Du musst dich nur um deine Website kümmern – nicht um den Server selbst.
Technische Architektur im Detail
Ein typischer Shared Hosting-Server verteilt Ressourcen wie folgt:
Prozessor (CPU): Jede Website bekommt ein bestimmtes CPU-Zeitfenster. Bei vielen Anbietern gibt es keine harten Limits, aber bei übermäßiger Nutzung greift ein „Fair Use“-Prinzip.
Arbeitsspeicher (RAM): Wird dynamisch zugeteilt. Kleinere Websites benötigen nur 128-256 MB RAM, größere WordPress-Installationen können 512 MB bis 1 GB beanspruchen.
I/O-Leistung: Die Schreib- und Lesegeschwindigkeit der Festplatten wird oft gedrosselt, um zu verhindern, dass einzelne Websites den Server verlangsamen.
Netzwerk: Die Bandbreite wird auf alle Websites verteilt. Bei Traffic-Spitzen können andere Websites kurzzeitig langsamer werden.
Vorteile von Shared Hosting
1. Extrem günstig
Shared Hosting-Tarife starten bereits bei 2-5 Euro pro Monat. Diese Kosteneffizienz ergibt sich aus der Ressourcenteilung: Ein Server, der einzeln 100+ Euro monatlich kosten würde, wird auf hunderte Kunden aufgeteilt.
2. Keine technischen Kenntnisse erforderlich
Der Hosting-Anbieter kümmert sich um:
- Server-Updates und Sicherheitspatches
- Hardware-Wartung und Austausch
- Backup-Infrastruktur
- Netzwerksicherheit und DDoS-Schutz
- PHP- und Datenbank-Optimierung
Du brauchst keine Linux-Kenntnisse oder Server-Administration-Fähigkeiten.
3. Schneller Einstieg
Die meisten Shared Hosting-Pakete bieten:
- One-Click-Installation für WordPress, Joomla, TYPO3
- Vorkonfigurierte Umgebungen
- Integrierte SSL-Zertifikate (Let’s Encrypt)
- E-Mail-Setup in Minuten
Du kannst innerhalb von 30 Minuten eine produktive Website online haben.
4. Skalierbare Tarife
Die meisten Anbieter ermöglichen einfache Upgrades:
- Mehr Speicherplatz
- Zusätzliche Domains
- Höhere Ressourcengrenzen
- Wechsel zu VPS oder Managed Hosting ohne Umzug
5. Integrierter Support
Shared Hosting-Anbieter bieten in der Regel umfassenden Support:
- 24/7 technischer Support (je nach Tarif)
- Deutschsprachiger Support bei lokalen Anbietern
- Umfangreiche Wissensdatenbanken
- Community-Foren
Nachteile von Shared Hosting
1. Begrenzte Ressourcen
Die wichtigste Einschränkung: Du teilst dir den Server mit anderen. Das bedeutet:
Performance-Schwankungen: Wenn eine andere Website auf dem Server einen Traffic-Spike erlebt oder fehlerhaften Code ausführt, kann das deine Website verlangsamen.
Ressourcenlimits: Viele Anbieter setzen versteckte Limits:
- CPU-Nutzung: Max. 25% über 90 Sekunden
- RAM: 512 MB bis 1 GB pro Prozess
- MySQL-Queries: Oft limitiert auf 1.000-2.000 gleichzeitige Abfragen
- Inode-Limits: Max. Anzahl an Dateien (oft 250.000-500.000)
2. „Noisy Neighbor“-Problem
Das größte Risiko bei Shared Hosting ist der „laute Nachbar“: Eine schlecht programmierte oder gehackte Website auf dem gleichen Server kann alle anderen Sites beeinträchtigen.
Beispiel: Eine WordPress-Website mit einem fehlerhaften Plugin führt Endlosschleifen aus und verbraucht 80% der CPU. Alle anderen Websites auf dem Server werden dadurch langsamer.
3. Eingeschränkte Kontrolle
Bei Shared Hosting hast du keinen Root-Zugriff und kannst nicht:
- Custom PHP-Module installieren
- Server-Konfigurationen anpassen (z.B. php.ini)
- Spezielle Software wie Node.js, Python oder Ruby verwenden (außer der Anbieter bietet es explizit an)
- Performance-Optimierungen auf Systemebene durchführen
4. Sicherheitsrisiken
Wenn eine Website auf dem Shared Server gehackt wird, besteht theoretisch das Risiko einer Cross-Contamination:
- Zugriff auf andere Accounts durch falsche Dateirechte
- Server-weite Malware-Infektionen
- IP-Blacklisting, wenn andere Websites Spam versenden
Wichtig: Seriöse Anbieter nutzen jedoch Account-Isolation-Technologien wie CloudLinux, CageFS oder Container-Virtualisierung, die diese Risiken minimieren.
5. Begrenzte Skalierbarkeit
Ab einem bestimmten Traffic-Level (ca. 50.000-100.000 Visits/Monat) stößt Shared Hosting an seine Grenzen. Symptome:
- Langsame Ladezeiten trotz Caching
- Häufige „Resource Limit Reached“-Fehler
- Datenbank-Timeouts
- Instabile Website bei Traffic-Spitzen
Für wen eignet sich Shared Hosting?
Perfekt geeignet für:
Einsteiger und Hobby-Websites
- Persönliche Blogs
- Portfolio-Websites
- Kleine Vereins-Websites
- Familien-Websites
Klein- und Kleinstunternehmen
- Websites mit bis zu 10.000-20.000 Visits/Monat
- Lokale Dienstleister (Handwerker, Berater, Ärzte)
- Kleine Online-Shops mit überschaubarem Produktsortiment
- Landing Pages für Marketing-Kampagnen
Test- und Entwicklungsumgebungen
- Staging-Sites für Website-Entwicklung
- Kunden-Präsentationen
- A/B-Testing-Environments
NICHT geeignet für:
Traffic-intensive Websites
- News-Portals, Magazin-Sites
- Membership-Plattformen mit tausenden Nutzern
- Websites mit über 50.000 Visits/Monat
Ressourcenhungrige Anwendungen
- Große Online-Shops (WooCommerce mit 500+ Produkten)
- Community-Plattformen (BuddyPress, bbPress)
- Video-Streaming oder große Mediatheken
- Web-Applikationen mit komplexen Berechnungen
Geschäftskritische Websites
- E-Commerce-Shops, bei denen jede Downtime Umsatz kostet
- SaaS-Anwendungen
- Websites mit Service Level Agreements (SLAs)
Shared Hosting in Deutschland: DSGVO und Datenschutz
Für deutsche Websites ist der Standort des Servers entscheidend:
Vorteile deutscher Hosting-Anbieter:
- DSGVO-konform: Server in Deutschland oder EU unterliegen europäischem Datenschutzrecht
- Kein US Cloud Act: Keine Zugriffspflicht für US-Behörden
- Deutschsprachiger Support: Kommunikation ohne Sprachbarrieren
- Schnellere Ladezeiten: Geografische Nähe zu deutschen Nutzern
Beliebte deutsche Shared Hosting-Anbieter:
- ALL-INKL.com: Sehr preiswert, Server in Deutschland, solider Support
- IONOS (ehem. 1&1): Großer Anbieter, viele Tarife, manchmal aggressive Upselling-Strategien
- Hetzner: Technisch versiert, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- webgo: WordPress-optimiert, ökologisch (Ökostrom)
- DomainFactory: Etabliert, zuverlässig, etwas teurer
Internationale Alternativen (mit EU-Servern):
- SiteGround: Exzellenter Support, WordPress-optimiert, Server in Frankfurt verfügbar
- Kinsta: Premium Managed WordPress Hosting (kein klassisches Shared Hosting)
Shared Hosting vs. Alternativen
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Hosting-Art 183543_72e16c-db> |
Kosten/Monat 183543_1b5529-07> |
Performance 183543_9aa502-38> |
Kontrolle 183543_f8b168-1a> |
Für wen? 183543_ebc11e-38> |
|---|---|---|---|---|
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Shared Hosting 183543_5cf8c2-38> |
2-10 € 183543_e02881-95> |
Niedrig-Mittel 183543_c99b1c-00> |
Minimal 183543_f36202-94> |
Einsteiger, kleine Sites 183543_cb46e7-4a> |
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VPS Hosting 183543_c592f3-44> |
10-50 € 183543_f3185c-80> |
Mittel-Hoch 183543_2e5dd2-13> |
Hoch 183543_9da52e-19> |
Mittelgroße Sites, Entwickler 183543_4b6e67-86> |
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Managed WordPress 183543_9007ac-23> |
25-100 € 183543_991735-39> |
Hoch 183543_c49360-71> |
Mittel 183543_893e16-1d> |
WordPress-Sites mit Traffic 183543_841613-55> |
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Dedicated Server 183543_534050-20> |
50-300 € 183543_60827c-bc> |
Sehr hoch 183543_2a65d6-a2> |
Maximal 183543_6f562c-f8> |
Große Sites, Enterprise 183543_3c9cff-e1> |
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Cloud Hosting 183543_0832d6-17> |
variabel 183543_1e2df6-4e> |
Skalierbar 183543_6300bc-77> |
Hoch 183543_052b1b-c3> |
Flexible, wachsende Sites 183543_70e590-0b> |
Wann auf VPS upgraden?
Du solltest über einen Wechsel zu VPS Hosting nachdenken, wenn:
- Deine Website konstant über 20.000 Visits/Monat hat
- Du häufig „Resource Limit“-Fehler siehst
- Deine Ladezeiten über 3 Sekunden liegen (trotz Optimierung)
- Du Root-Zugriff für spezielle Software brauchst
- Du mehrere Websites mit Custom-Konfigurationen betreibst
Wann Managed WordPress Hosting wählen?
Managed WordPress Hosting ist ideal, wenn:
- Du eine geschäftskritische WordPress-Website betreibst
- Performance und Verfügbarkeit oberste Priorität haben
- Du keine Zeit für technisches Management hast
- Du bereit bist, 25-100 Euro/Monat zu investieren
Performance-Optimierung bei Shared Hosting
Auch mit begrenzten Ressourcen kannst du viel herausholen:
1. Caching ist Pflicht
Plugin-Empfehlungen für WordPress:
- WP Rocket (Premium, sehr effektiv)
- W3 Total Cache (kostenlos, komplex)
- LiteSpeed Cache (bei LiteSpeed-Servern)
Was du cachen solltest:
- Seiten-Cache (HTML)
- Browser-Cache
- Objekt-Cache (wenn Redis/Memcached verfügbar)
- Datenbank-Abfragen
2. Bilder optimieren
- Kompression: WebP-Format nutzen (60-80% kleiner als JPEG)
- Lazy Loading: Bilder erst beim Scrollen laden
- Responsive Images: Verschiedene Größen für Mobile/Desktop
- Tools: ShortPixel, Imagify, TinyPNG
3. Externe Ressourcen minimieren
- Fonts: Nur benötigte Schriftschnitte einbinden (max. 2 Schriftarten)
- Scripts: Google Analytics durch datenschutzfreundliche Alternativen ersetzen (Matomo, Plausible)
- APIs: Externe API-Calls minimieren oder cachen
4. Datenbank aufräumen
Was du regelmäßig tun solltest:
- Post-Revisionen begrenzen (auf 3-5 Revisionen)
- Transients löschen (temporäre Datenbank-Einträge)
- Spam-Kommentare dauerhaft löschen
- Nicht genutzte Tabellen entfernen
Plugin-Tipp: WP-Optimize
5. Plugin-Anzahl reduzieren
Faustregel: Maximal 15-20 Plugins bei Shared Hosting.
Prüfe:
- Welche Plugins laden auf JEDER Seite? (Performance-Killer!)
- Können Plugins kombiniert werden? (z.B. ein SEO-Plugin statt 3)
- Gibt es leichtere Alternativen?
Tools zur Analyse:
- Query Monitor (zeigt langsame Plugins)
- P3 Plugin Performance Profiler
6. CDN nutzen
Ein Content Delivery Network verteilt statische Inhalte (CSS, JS, Bilder) auf Server weltweit:
Kostenlose Optionen:
- Cloudflare (Free Plan)
- BunnyCDN (ab 1$/Monat, Pay-as-you-go)
Vorteile:
- Entlastung deines Shared Hosting-Servers
- Schnellere Ladezeiten weltweit
- DDoS-Schutz inklusive
Sicherheit bei Shared Hosting
Grundlegende Sicherheitsmaßnahmen:
1. SSL/TLS-Verschlüsselung
- Let’s Encrypt (kostenlos) bei den meisten Anbietern vorinstalliert
- Zwinge alle Verbindungen auf HTTPS (HSTS-Header)
2. Starke Passwörter
- FTP/SFTP-Passwörter: Min. 16 Zeichen, Passwort-Manager nutzen
- Datenbank-Passwörter: Automatisch generiert, niemals wiederverwenden
- WordPress Admin: Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren
3. Regelmäßige Backups Verlasse dich NICHT auf den Hosting-Anbieter:
- Eigene Backups: Täglich automatisch, extern speichern (Google Drive, Dropbox)
- Plugin-Empfehlungen: UpdraftPlus, BackWPup
- Test-Restore: Einmal pro Quartal ein Backup einspielen (Testserver!)
4. Updates durchführen
- WordPress Core: Automatische Updates aktivieren (Minor Releases)
- Plugins & Themes: Wöchentlich manuell prüfen und aktualisieren
- PHP-Version: Mindestens PHP 8.1 (besser 8.2 oder 8.3)
5. Security-Plugins
- Wordfence Security: Firewall, Malware-Scan, Login-Schutz
- iThemes Security: Umfassende Sicherheits-Einstellungen
- Sucuri Security: Monitoring und Härtung
6. Dateiberechtigungen Setze korrekte Permissions:
Verzeichnisse: 755
Dateien: 644
wp-config.php: 440 oder 400Was tun bei gehackter Website?
Sofortmaßnahmen:
- Website offline nehmen (Wartungsmodus)
- Alle Passwörter ändern (FTP, Datenbank, WordPress, Control Panel)
- Backup vom letzten sauberen Zeitpunkt einspielen
- Malware-Scan durchführen (Wordfence, Sucuri)
- Hosting-Anbieter informieren
Prävention:
- Nie Nulled Themes/Plugins nutzen (oft mit Malware verseucht)
- Nur aus offiziellen Quellen installieren (WordPress.org, Theme Forest)
- Nicht genutzte Themes/Plugins löschen (nicht nur deaktivieren)
Shared Hosting richtig wählen: Worauf achten?
Must-Have-Features:
1. Technische Anforderungen
- PHP 8.1+
- MySQL 5.7+ oder MariaDB 10.3+
- HTTPS/SSL inklusive (Let’s Encrypt)
- SSH-Zugang (für fortgeschrittene Nutzer)
- Mindestens 512 MB PHP Memory Limit
2. Speicher und Bandbreite
- Webspace: Mindestens 10 GB (für WordPress mit Plugins/Themes)
- Bandbreite: „Unlimited“ oder mindestens 100 GB/Monat
- Datenbanken: Mindestens 5 (für mehrere Websites/Staging)
3. E-Mail
- Anzahl E-Mail-Konten: Mindestens 10-50
- IMAP/POP3 und Webmail
- Spam-Filter inklusive
- Catch-All-Funktion (optional)
4. Backup & Sicherheit
- Tägliche automatische Backups
- Backup-Restore-Funktion im Control Panel
- SSL-Zertifikat inklusive
- DDoS-Schutz
5. Support
- Deutschsprachiger Support (für deutsche Websites)
- Erreichbarkeit: Mindestens Mo-Fr 9-18 Uhr
- Support-Kanäle: Ticket-System, Telefon (optional)
- Antwortzeit: Max. 24h bei Tickets
Red Flags – Finger weg von:
Übertriebene Versprechen:
- „Unlimited everything“ (gibt es in der Praxis nicht)
- „99,99% Uptime“ ohne SLA-Garantie
- „Blazing fast speeds“ ohne konkrete Angaben
Versteckte Kosten:
- Teure Einrichtungsgebühren
- Hohe Verlängerungspreise nach dem ersten Jahr
- Domain-Gebühren nicht inklusive
- SSL-Zertifikate kostenpflichtig
Schlechte Bewertungen:
- Viele Beschwerden über langsamen Support
- Berichte über häufige Ausfälle
- Probleme bei Kündigung/Umzug
Praxis-Checkliste: Shared Hosting Setup
Nach der Buchung:
- Control Panel-Zugang prüfen (cPanel/Plesk Login)
- Domain verbinden oder neue Domain registrieren
- SSL-Zertifikat aktivieren (Let’s Encrypt)
- E-Mail-Konten anlegen und testen
- FTP/SFTP-Zugangsdaten notieren (Passwort-Manager!)
- PHP-Version prüfen und ggf. auf 8.1+ upgraden
Für WordPress:
- WordPress über Softaculous/Installatron installieren
- Sicherheits-Plugin installieren (Wordfence, iThemes Security)
- Backup-Plugin einrichten (UpdraftPlus)
- Caching-Plugin konfigurieren (WP Rocket, W3 Total Cache)
- Standard-Admin-Namen ändern („admin“ → persönlicher Name)
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
- Unnötige Standard-Plugins löschen (Hello Dolly, Akismet falls nicht genutzt)
Performance & Monitoring:
- Google Search Console einrichten
- Uptime-Monitoring aktivieren (UptimeRobot – kostenlos)
- PageSpeed Insights Baseline-Test durchführen
- Analytics einbinden (Matomo, Plausible – DSGVO-konform)
Häufige Probleme und Lösungen
Problem: „508 Resource Limit Reached“
Ursache: Deine Website überschreitet die CPU- oder RAM-Limits des Shared Hosting-Tarifs.
Lösungen:
- Caching aktivieren (Seiten- und Objekt-Cache)
- Langsame Plugins identifizieren (Query Monitor) und ersetzen
- Externe HTTP-Requests minimieren
- Datenbank optimieren
- Falls keine Verbesserung: Upgrade auf größeren Tarif oder VPS
Problem: Langsame Website trotz wenig Traffic
Ursache: „Noisy Neighbor“ – andere Websites auf dem Server verbrauchen Ressourcen.
Lösungen:
- Hosting-Anbieter kontaktieren und um Server-Wechsel bitten
- Performance zu verschiedenen Tageszeiten testen (evtl. Muster erkennbar)
- CDN nutzen, um Server zu entlasten
- Wechsel zu einem Anbieter mit besserer Server-Isolation (z.B. CloudLinux)
Problem: Häufige Datenbank-Verbindungsfehler
Ursache: MySQL-Limits erreicht oder überlasteter Datenbankserver.
Lösungen:
- Externe Datenbank-Verbindungen prüfen (externe Backups, API-Calls)
- WP-Cron deaktivieren und über echten Cronjob laufen lassen
- Datenbankabfragen optimieren (veraltete Transients löschen)
- Upgrade auf Tarif mit dediziertem Datenbankserver
Problem: E-Mails kommen nicht an
Ursache: Shared IP ist auf Blacklists, SPF/DKIM nicht konfiguriert.
Lösungen:
- SPF-Record in DNS hinzufügen
- DKIM aktivieren (meist im Control Panel)
- DMARC-Policy einrichten
- Alternativ: Externen E-Mail-Dienst nutzen (Google Workspace, Microsoft 365, Mailcow)
Fazit: Ist Shared Hosting noch zeitgemäß?
Ja, für die richtige Zielgruppe!
Shared Hosting bleibt 2025 relevant für:
- Einsteiger, die erstmals eine Website aufbauen
- Kleine Unternehmen mit überschaubarem Traffic
- Test- und Staging-Umgebungen
- Budget-bewusste Projekte ohne geschäftskritische Anforderungen
Aber: Mit dem Aufkommen günstiger Cloud- und Managed-Hosting-Lösungen verschwimmen die Grenzen. Anbieter wie Cloudways (Managed Cloud Hosting ab 11$/Monat) oder Hetzner Cloud (VPS ab 4,90€/Monat) bieten mehr Performance zum ähnlichen Preis.
Empfehlung: Starte mit Shared Hosting, wenn du:
- Unter 100 Euro Budget/Jahr hast
- Keine technischen Kenntnisse hast
- Maximal 10.000 Visits/Monat erwartest
Wechsle zu VPS/Managed Hosting, wenn:
- Deine Site wächst (20.000+ Visits/Monat)
- Performance geschäftskritisch wird
- Du mehr Kontrolle und Flexibilität brauchst
Die wichtigste Regel: Wähle einen seriösen, in Deutschland oder der EU ansässigen Anbieter, um DSGVO-Konformität und guten Support sicherzustellen.
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