WordPress-Schulung: Welches Format passt zu dir – und wann du gar keine brauchst

12. August 2026 Tim Ehling

Die meisten Anfragen zu einer WordPress-Schulung beginnen mit dem Satz: „Wir kommen mit unserer Website nicht weiter.“ Was danach kommt, sind zwei völlig verschiedene Situationen. Bei der einen fehlt Wissen – da hilft eine Schulung. Bei der anderen klemmt genau eine Sache – da ist eine Schulung das teuerste Werkzeug für ein kleines Problem. Dieser Artikel hilft dir, deinen Fall zuzuordnen, bevor du Geld ausgibst.

Kurz zusammengefasst:

  • Erste Frage: Willst du ein Problem gelöst haben oder etwas können? Das entscheidet zwischen Hilfe und Schulung.
  • Vier Formate: Einsteigerkurs in der Gruppe, 1:1-Workshop, Firmen-Seminar und Training für Fortgeschrittene.
  • Der Preisunterschied folgt der Personenzahl, nicht der Qualität – der günstigste Weg ist selten der passende.
  • Ohne Vorbereitung verpufft jede Schulung. Wer ohne konkrete Fälle kommt, bekommt allgemeine Antworten.
  • Nach dem Termin zählt die Nacharbeit: Aufzeichnung, Zertifikat und Rückfragen sind Teil der Leistung.

Die Vorfrage: Schulung oder Hilfe?

Das ist die Unterscheidung, an der die meisten Fehlkäufe hängen – und sie ist einfach:

  • Ein einzelnes Problem lösen – das Kontaktformular verschickt nichts, ein Plugin-Update hat das Layout zerlegt, die Seite ist plötzlich langsam. Das ist WordPress-Hilfe, abgerechnet im 15-Minuten-Takt.
  • Etwas können lernen – du willst Seiten künftig selbst anlegen, Inhalte pflegen, Bilder einbauen, ohne jedes Mal jemanden zu fragen. Das ist eine Schulung.

Der Unterschied klingt selbstverständlich, wird in der Praxis aber ständig vermischt: Wer eine Schulung bucht, um ein akutes Problem zu beheben, bezahlt Wissensvermittlung und bekommt Fehlerbehebung – und umgekehrt bleibt bei reiner Hilfe niemand zurück, der es beim nächsten Mal selbst kann. Wenn du unsicher bist, ist die ehrlichste Frage: Wer soll es in drei Monaten können – du oder wir?

Die vier Formate im Vergleich

FormatFür wenRahmenPreis (netto)
EinsteigerkursAnfänger ohne Vorkenntnisse, die den kompletten Überblick wollenonline, max. 6 Teilnehmer, ca. 5 Std., ab 3 Anmeldungen249 € pro Person
Workshop 1:1Einzelunternehmer mit eigener Website und eigenen Fragenonline, Inhalte nach Absprache2 Std. 190 € · 3 Std. 270 € · 8 Std. 690 €
Seminar für FirmenTeams, die gemeinsam auf denselben Stand sollenonline, 8 Std. inkl. Pausen, 2–8 Teilnehmer790 € (2 TN) bis 1.490 € (7–8 TN)
Training für FortgeschritteneWiederholer mit Vorkenntnissen, auf Wunsch mit Code und CSSonline, wie Workshop-Staffel190 € / 270 € / 690 €

Ein Inhouse-Seminar vor Ort im Rhein-Main-Gebiet ist möglich und kostet den Seminarpreis zuzüglich 390 € Vor-Ort-Pauschale für Anfahrt und Aufbau – unabhängig von der Teilnehmerzahl. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer; verbindlich sind die Angaben auf der Seite WordPress-Schulung.

Woran du das richtige Format erkennst

Drei Fragen genügen meistens:

  1. Wie viele Personen sollen es danach können? Eine Person → Workshop. Ein Team → Seminar. Eine Person ohne jede Vorkenntnis und ohne Eile → Einsteigerkurs.
  2. Gibt es schon eine Website? Wenn ja, gewinnt fast immer das 1:1-Format – dann wird an deiner echten Installation gearbeitet statt an einem Beispiel.
  3. Ist der Bedarf breit oder spitz? „Ich will WordPress verstehen“ ist breit und braucht einen Tag. „Ich will Beiträge anlegen und Bilder einbauen“ ist spitz und ist in zwei Stunden erledigt.

Was inhaltlich in einer Grundlagenschulung behandelt wird – von Hosting über Themes und Plugins bis zum Gutenberg-Editor – steht ausführlich unter WordPress-Grundlagen.

Rechnet sich das überhaupt?

Rechne nicht gegen null, sondern gegen die Alternative. Wer jede inhaltliche Änderung extern beauftragt, zahlt pro Vorgang. Ein achtstündiger Workshop für 690 € entspricht gut sechs Stunden Agenturunterstützung – danach erledigst du Texte, Bilder und neue Seiten selbst.

Die Rechnung kippt allerdings in zwei Fällen: Wenn du seltener als ein paar Mal im Jahr etwas änderst, lohnt Lernen nicht – dann ist Beauftragen billiger. Und wenn es um Technik geht, die niemand nebenbei betreibt – Updates, Backups, Sicherheit –, ist die Antwort ohnehin keine Schulung, sondern Wartung. Was die kostet und was drinstecken muss, steht in Was kostet WordPress-Wartung?.

So holst du das Meiste aus dem Termin

  • Sammle echte Fälle. Drei bis fünf konkrete Aufgaben von deiner eigenen Website sind mehr wert als jede Themenliste. Ohne sie bekommst du allgemeine Antworten auf allgemeine Fragen.
  • Kläre die Zugänge vorher. Administratorzugang, Hosting-Login, gegebenenfalls FTP. Eine Viertelstunde Suchen zu Beginn geht von deiner Zeit ab.
  • Bring die richtige Person mit. Wer die Inhalte später wirklich pflegt, sollte dabei sein – nicht stellvertretend jemand, der es danach weitergibt.
  • Plane Zeit für Wiederholung ein. Was du in den zwei Wochen nach dem Termin nicht einmal selbst gemacht hast, ist wieder weg.
  • Kläre die Benutzerrollen. Wer künftig pflegt, braucht die passenden Rechte – dazu unser Beitrag zu Redakteur-Rechten.

Was nach der Schulung passiert

Die Leistung endet nicht mit dem Termin. Zu jeder Schulung gehören die Aufzeichnung zum Nachsehen, eine Teilnahmebescheinigung digital und per Post sowie kostenfreie Rückfragen per E-Mail für zwei Wochen nach dem letzten Termin. Genau dieser Nachlauf entscheidet, ob das Gelernte hängen bleibt – deshalb ist er Teil der Leistung und kein Entgegenkommen.

Was nach diesen zwei Wochen kommt, ist wieder Hilfe und keine Schulung. Diese Grenze ist bewusst gezogen: Sie verhindert, dass aus einer Schulung eine unbefristete Hotline zum Schulungspreis wird.

Häufige Fragen

Was kostet eine WordPress-Schulung?

Der Einsteigerkurs kostet 249 € pro Person, ein 1:1-Workshop 190 € (2 Std.), 270 € (3 Std.) oder 690 € (8 Std.). Ein Firmen-Seminar über acht Stunden liegt je nach Teilnehmerzahl zwischen 790 € und 1.490 €. Alle Preise netto, zuzüglich Mehrwertsteuer.

Online oder vor Ort – was ist besser?

Für die meisten Fälle online. Jeder arbeitet an seinem eigenen Rechner, in seiner gewohnten Umgebung, und die Aufzeichnung ist automatisch dabei. Vor Ort lohnt sich, wenn ein ganzes Team ohnehin zusammensitzt; dafür kommt die Vor-Ort-Pauschale hinzu.

Brauche ich Vorkenntnisse?

Für den Einsteigerkurs nicht – dort erstellt jeder Teilnehmer während des Kurses eine eigene Website. Für das Training für Fortgeschrittene schon, dort wird auf vorhandenem Wissen aufgebaut.

Kann ich mir das nicht auch selbst beibringen?

Grundsätzlich ja, WordPress ist gut dokumentiert. Der Unterschied liegt in der Zeit und in den Umwegen: In einer Schulung arbeitest du an deiner echten Installation und bekommst sofort gesagt, warum etwas nicht funktioniert. Wer die Zeit hat und gern selbst gräbt, kommt auch allein ans Ziel.

Was, wenn ich den Termin absagen muss?

Bis 14 Tage vorher ist die Absage kostenfrei, danach gestaffelt. Eine kostenfreie Verlegung ist möglich, wenn sie mindestens sieben Tage vor dem Termin kommt.

Fazit auf einen Blick

Die Formatfrage ist schnell beantwortet, wenn die Vorfrage geklärt ist: Ein Problem lösen ist Hilfe, etwas können lernen ist Schulung. Danach entscheidet vor allem, wie viele Menschen es hinterher können sollen – eine Person führt zum Workshop, ein Team zum Seminar, ein blanker Anfang zum Einsteigerkurs. Und was den Ertrag bestimmt, ist selten das Format, sondern die Vorbereitung: Mit fünf echten Aufgaben aus dem eigenen Alltag ist jede Schulung eine gute Schulung.

Termine, Inhalte und Anmeldung findest du auf der Seite WordPress-Schulung. Wenn du unsicher bist, welches Format passt: kurz anfragen und die Situation schildern – wir sagen auch, wenn eine Schulung der falsche Weg ist.

Der Autor: Tim Ehling

Über den Autor

Tim Ehling

Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Webentwicklung – und seit 2006 ganz besonders intensiv mit WordPress. Ich entwickle und optimiere Webseiten, betreue sie langfristig durch zuverlässige Wartung und biete Schulungen für alle, die WordPress sicher und effizient nutzen möchten. Außerdem unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Social-Media-Kanäle und SEO-Strategien so zu verbessern, dass sie bei Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen gut ankommen.

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