Website-Baukasten

Ein Website-Baukasten ist ein Online-Dienst, mit dem du eine Website im Browser zusammenstellst, ohne zu programmieren und ohne eigenen Server. Hosting und Technik bringt der Anbieter mit, du zahlst meist im Abo. Bekannte Beispiele sind Wix und Jimdo. Du gewinnst Einfachheit und gibst dafür einen Teil der Kontrolle ab.

Kurz zusammengefasst:

  • Editor, Hosting und Technik kommen aus einer Hand.
  • Der Anbieter kümmert sich um die Plattform, du um Inhalte und Zugang.
  • Für kleine, selbst gepflegte Websites oft eine gute Lösung.
  • Die Website ist an den Anbieter gebunden, ein Wechsel heißt meist Neuaufbau.
  • Funktionen enden dort, wo der Anbieter sie enden lässt.

Wie ein Baukasten funktioniert

Du legst ein Konto an, wählst einen Einstieg und bearbeitest Texte, Bilder und Seiten direkt im Browser. Eine Installation gibt es nicht. Das Produkt ist ein Mietdienst, Fachleute sagen Software as a Service. Wix nennt sich selbst Website-Baukasten und Domain-Registrar und schreibt, dass Websites auf den eigenen Servern laufen müssen. Jimdo richtet sich an Selbstständige und erstellt die Website laut eigener Darstellung mit KI, dazu kommen Werkzeuge für Buchung, Zahlung und Rechnungen.

Die Sicherheit teilt sich auf. Jimdo beschreibt es so: Die Plattform wird von Jimdo laufend gesichert, überwacht und aktuell gehalten. Dein Konto, deine Zugangsdaten und die Inhalte bleiben deine Sache. Das nimmt dir die Updates ab, die du bei einem selbst betriebenen System im Blick behalten musst.

Baukasten, CMS und Pagebuilder

Die Begriffe werden oft durcheinandergeworfen. Ein Content-Management-System wie das freie WordPress installierst du auf einem Hosting deiner Wahl. Ein Pagebuilder ist ein Werkzeug innerhalb eines solchen Systems. Der Baukasten ist alles in einem, aber nur bei diesem einen Anbieter. Der Mietdienst WordPress.com ist wieder ein eigener Fall.

FrageBaukastenSelbst betriebenes CMS
Technik und Updatesbeim Anbieterbei dir oder deinem Dienstleister
Hoster frei wählbarneinja
Funktionsumfangim Rahmen des AnbietersPlugins und Eigenentwicklung
HauptrisikoAbhängigkeit vom Anbieterliegen gebliebene Pflege

Was das für deinen Betrieb heißt

Für einen Handwerksbetrieb mit ein paar Seiten zu Leistungen, Kontakt und Referenzen kann ein Baukasten genau richtig sein. Die Website steht schnell, du änderst Texte selbst und musst dich nicht um den Server kümmern. Solange sie ihren Zweck erfüllt, gibt es keinen Grund, sie umzubauen, nur weil jemand ein anderes System empfiehlt.

Kaufmännisch zählt die Abhängigkeit. Bei Wix lässt sich die Website laut Hersteller nicht zu einem anderen Hoster mitnehmen, und ein Backup außerhalb von Wix ist derzeit nicht möglich. Das ist kein Skandal, sondern die Bauart. Du solltest es nur kennen, bevor viel Arbeit in die Website fließt. Rechne auch, was ein Neuaufbau bedeuten würde, und halte deine Texte und Bilder zusätzlich außerhalb des Baukastens bereit.

Eng wird es meist in zwei Situationen: wenn du eine Funktion brauchst, die es dort nicht oder nur umständlich gibt, oder wenn die Website stark wachsen soll. Ob dann ein Relaunch sinnvoll ist, hängt am Anlass und nicht am System. Dazu passt auch unser Vergleich Webflow vs. WordPress. Wer den Neubau abgeben will, findet bei einer Webdesign Agentur den üblichen Weg.

Häufige Fragen

Kann ich mit einem Baukasten bei Google gefunden werden?

Ja. Das System allein entscheidet nicht darüber. Es kommt vor allem auf die Inhalte an und darauf, ob sie zu dem passen, was deine Kunden suchen.

Kann ich meine eigene Domain nutzen?

In der Regel ja, oft aber nur mit einem bezahlten Tarif. Jimdo nennt dafür seine Premium-Pakete, bei Wix kann die Domain auch bei einem anderen Anbieter liegen und verbunden werden.

Kann ich von Wix zu einem anderen System wechseln?

Nicht als fertige Website, denn Wix schreibt, dass sie auf seinen Servern laufen muss. Du baust das Design neu auf und überträgst die Inhalte.

Muss ich mich beim Baukasten um Sicherheit kümmern?

Um einen Teil. Die Plattform pflegt der Anbieter. Starke Passwörter, die Zwei-Faktor-Authentifizierung und deine Inhalte bleiben bei dir.

Gibt es kostenlose Baukästen?

Ja, Jimdo führt zum Beispiel ein kostenloses Paket. Prüfe bei jedem Anbieter, was es enthält und ab wann du für die eigene Domain zahlst, denn die Preise ändern sich.

Reicht dein Baukasten noch?

Wir schauen gemeinsam drauf, was deine Website können soll und ob sich dafür überhaupt etwas ändern muss.

Der Autor: Tim Ehling

Über den Autor

Tim Ehling

Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Webentwicklung – und seit 2006 ganz besonders intensiv mit WordPress. Ich entwickle und optimiere Webseiten, betreue sie langfristig durch zuverlässige Wartung und biete Schulungen für alle, die WordPress sicher und effizient nutzen möchten. Außerdem unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Social-Media-Kanäle und SEO-Strategien so zu verbessern, dass sie bei Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen gut ankommen.

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