PHP-Version und WordPress: Welche Version du 2026 brauchst und wie du sicher umstellst
- Was PHP mit deiner WordPress-Seite zu tun hat
- Aktuelle PHP-Versionen: Welche werden noch unterstützt?
- Warum eine aktuelle PHP-Version zählt
- So findest du deine PHP-Version heraus
- PHP-Version umstellen, ohne dass etwas kaputtgeht
- Was dein Hoster tun sollte und was bei dir bleibt
- Fazit auf einen Blick
- Häufige Fragen zur PHP-Version in WordPress
Unter jeder WordPress-Seite läuft PHP. Welche PHP-Version dein Hoster dafür einsetzt, entscheidet über Tempo, Kompatibilität und vor allem über Sicherheit. Die kritische Lücke PHP2Shell vom Oktober 2026 hat gezeigt, warum: Eine Version ohne Support bekommt bei der nächsten Lücke keinen Patch mehr.
Kurz zusammengefasst:
- WordPress empfiehlt PHP 8.3 oder neuer. Läuft es noch auf 7.4, ist das zwar möglich, aber ohne Sicherheitsupdates.
- PHP 8.2 bekommt nur noch bis 31.12.2026 Sicherheitsupdates. PHP 8.1 und älter bekommen gar keine mehr.
- Die PHP-Version stellst du bei fast jedem Hoster selbst ein, meist pro Domain.
- Vor dem Umstellen: Backup, Plugins aktualisieren, danach die wichtigsten Seiten testen.
- Was PHP mit deiner WordPress-Seite zu tun hat
- Aktuelle PHP-Versionen: Welche werden noch unterstützt?
- Warum eine aktuelle PHP-Version zählt
- So findest du deine PHP-Version heraus
- PHP-Version umstellen, ohne dass etwas kaputtgeht
- Was dein Hoster tun sollte und was bei dir bleibt
- Fazit auf einen Blick
- Häufige Fragen zur PHP-Version in WordPress
Was PHP mit deiner WordPress-Seite zu tun hat
PHP ist eine serverseitige Skriptsprache: Der Code läuft auf dem Webserver, nicht im Browser. In PHP ist WordPress geschrieben, samt allen Themes und Plugins. Ruft jemand deine Seite auf, baut PHP sie auf dem Server zusammen: Es holt die Inhalte aus der Datenbank, setzt das Theme drumherum und schickt das fertige HTML an den Browser. Kontaktformulare, Shops und Buchungssysteme laufen ebenfalls über PHP.
WordPress steckt laut W3Techs hinter 39,6 % aller Websites. Entsprechend viele Seiten hängen an der PHP-Version ihres Hosters.
Aktuelle PHP-Versionen: Welche werden noch unterstützt?
Jede PHP-Version durchläuft zwei Phasen. Zwei Jahre lang gibt es aktiven Support, also Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates. Danach folgen zwei Jahre nur Sicherheitsupdates. Seit 2024 enden beide Phasen jeweils am 31. Dezember. Danach ist die Version „End of Life“ und bekommt keine Korrekturen mehr, auch nicht bei kritischen Lücken.
| PHP-Version | Erschienen | Aktiver Support bis | Sicherheitsupdates bis | Stand Oktober 2026 |
|---|---|---|---|---|
| 8.5 | 20.11.2025 | 31.12.2027 | 31.12.2029 | voll unterstützt |
| 8.4 | 21.11.2024 | 31.12.2026 | 31.12.2028 | voll unterstützt, gute Wahl |
| 8.3 | 23.11.2023 | 31.12.2025 | 31.12.2027 | nur Sicherheitsupdates |
| 8.2 | 08.12.2022 | 31.12.2024 | 31.12.2026 | läuft am Jahresende aus |
| 8.1 | 25.11.2021 | 25.11.2023 | 31.12.2025 | ohne Support |
| 8.0 | 26.11.2020 | 26.11.2022 | 26.11.2023 | ohne Support |
| 7.4 | 28.11.2019 | 28.11.2021 | 28.11.2022 | ohne Support |
Quelle der Daten: php.net, unterstützte Versionen und nicht mehr unterstützte Versionen.
Unsere Empfehlung für die meisten WordPress-Seiten ist derzeit PHP 8.4: lange genug auf dem Markt, dass Themes und Plugins damit zurechtkommen, und bis Ende 2028 mit Sicherheitsupdates versorgt. PHP 8.3 ist ebenfalls in Ordnung und entspricht der Empfehlung von WordPress selbst.
Warum eine aktuelle PHP-Version zählt
- Sicherheit: Nur unterstützte Versionen bekommen Patches. Bei PHP2Shell gab es Korrekturen für 8.2 bis 8.5. Wer noch auf 8.1 oder älter lief, ging leer aus, auch wenn der Hoster sonst alles richtig gemacht hat.
- Tempo: Neuere Versionen führen denselben Code oft spürbar schneller aus. Der Sprung von PHP 7.x auf 8.x macht sich bei WordPress meist in kürzeren Serverantworten bemerkbar, ohne dass du an der Seite etwas änderst.
- Kompatibilität: Aktuelle Plugins und Themes setzen neuere PHP-Versionen voraus. Wer lange auf einer alten Version bleibt, kann irgendwann keine Updates mehr einspielen und sitzt dann gleich doppelt auf veralteter Software.
So findest du deine PHP-Version heraus
- In WordPress: Werkzeuge → Website-Zustand → Bericht → Server. Dort steht die PHP-Version. Ist sie veraltet, meldet WordPress das meist schon auf der Übersichtsseite des Website-Zustands.
- Beim Hoster: In der Verwaltungsoberfläche gibt es fast immer einen Punkt „PHP-Version“ oder „PHP-Einstellungen“, oft pro Domain.
Die Nummer allein sagt nicht alles. Linux-Distributionen und manche Hoster flicken ältere Stände nach, ohne die Versionsnummer zu ändern. Wichtig ist, dass deine Version noch im Support ist und der Hoster ihre Sicherheitsupdates einspielt.
PHP-Version umstellen, ohne dass etwas kaputtgeht
Meist läuft der Wechsel ohne Probleme. Wenn nicht, sind es fast immer alte Plugins oder ein Theme, das lange niemand aktualisiert hat. Mit dieser Reihenfolge bleibt das Risiko klein:
- Backup anlegen, Dateien und Datenbank. Wie ein Backup-Plan aussieht, der im Ernstfall trägt, steht in Der perfekte WordPress Backup-Plan.
- WordPress, Theme und Plugins aktualisieren. Aktuelle Fassungen kommen mit neuen PHP-Versionen in aller Regel zurecht.
- Verwaiste Plugins prüfen. Ein Plugin, das seit Jahren kein Update bekommen hat, ist der häufigste Grund für Fehler nach dem Wechsel. Am besten vorher ersetzen oder entfernen.
- Wenn möglich zuerst auf einer Testkopie umstellen. Viele Hoster bieten dafür eine Staging-Umgebung an.
- Umstellen und testen: Startseite, ein paar Unterseiten, Kontaktformular, bei Shops den Bestellvorgang, dazu einmal ins WordPress-Backend einloggen.
- Bei Fehlern zurückstellen. Die alte Version lässt sich beim Hoster in der Regel sofort wieder auswählen. Dann in Ruhe die Ursache suchen.
Siehst du nach dem Wechsel die Meldung „Es gab einen kritischen Fehler auf deiner Website“, hilft unsere Anleitung zum kritischen Fehler in WordPress.
Was dein Hoster tun sollte und was bei dir bleibt
Bei einem Webhosting-Paket teilt ihr euch die Aufgabe. Der Hoster installiert die PHP-Versionen und spielt ihre Sicherheitsupdates ein. Welche Version deine Seite nutzt, entscheidest in den meisten Fällen du.
- Gute Hoster bieten neue PHP-Versionen zeitnah an, melden rechtzeitig, wenn eine Version ausläuft, und lassen dich pro Domain wählen.
- Zwangsumstellungen kommen vor: Läuft eine Version aus, stellen manche Hoster zu einem Stichtag selbst um. Wer die Ankündigung übersieht, merkt es erst, wenn die Seite nicht mehr läuft.
- Verlängerter Support gegen Aufpreis wird bei manchen Hostern für ausgelaufene Versionen angeboten. Das verschafft Zeit, ersetzt aber nicht den Wechsel. Die Kosten laufen jeden Monat weiter, und die Sicherheit hängt dann allein daran, dass der Hoster Korrekturen selbst nachpflegt.
Unser Rat: Einmal im Jahr die PHP-Version aktiv prüfen, am besten im Herbst, bevor zum Jahresende die nächste Version ausläuft.
PHP-Wechsel ohne Risiko
Wir prüfen deine WordPress-Seite auf Kompatibilität, stellen die PHP-Version um und kümmern uns um Plugins, die dabei Probleme machen. Die erste Einschätzung ist kostenlos, danach rechnen wir im 15-Minuten-Takt ab. Dauerhaft übernehmen wir das mit der WordPress-Wartung.
Fazit auf einen Blick
- Für WordPress im Jahr 2026: PHP 8.4, mindestens 8.3.
- PHP 8.2 bis Jahresende ablösen, 8.1 und älter sofort.
- Vor dem Umstellen Backup und Updates, danach die wichtigsten Seiten testen.
- Einmal im Jahr die Version prüfen, statt auf die Mail des Hosters zu warten.
Häufige Fragen zur PHP-Version in WordPress
Welche PHP-Version empfiehlt WordPress?
WordPress empfiehlt PHP 8.3 oder neuer. Es läuft noch mit PHP 7.4, das bekommt aber seit November 2022 keine Sicherheitsupdates mehr. Wir empfehlen derzeit PHP 8.4.
Wie lange wird PHP 8.2 noch unterstützt?
PHP 8.2 bekommt Sicherheitsupdates bis zum 31. Dezember 2026. Danach gibt es auch bei kritischen Lücken keine Korrekturen mehr. Spätestens bis dahin sollte deine Seite auf 8.3 oder 8.4 laufen.
Wo sehe ich, welche PHP-Version meine Website nutzt?
In WordPress unter Werkzeuge, Website-Zustand, Bericht, Abschnitt Server. Alternativ in der Verwaltungsoberfläche deines Hosters unter PHP-Version oder PHP-Einstellungen.
Kann beim Wechsel der PHP-Version etwas kaputtgehen?
Ja, vor allem durch alte Plugins oder Themes, die lange kein Update bekommen haben. Mit Backup, vorherigen Updates und einem Test nach dem Wechsel bleibt das Risiko klein. Bei Problemen lässt sich die alte Version beim Hoster meist sofort wieder einstellen.
Macht eine neue PHP-Version WordPress schneller?
Oft ja. Neuere PHP-Versionen führen denselben Code meist schneller aus, besonders beim Sprung von PHP 7 auf PHP 8. Wie viel du merkst, hängt vom Hosting, vom Cache und von den Plugins ab.
Muss ich die PHP-Version selbst umstellen oder macht das der Hoster?
Bei den meisten Webhosting-Paketen stellst du die Version selbst ein. Der Hoster stellt die Versionen bereit und spielt ihre Sicherheitsupdates ein. Läuft eine Version aus, stellen manche Hoster zu einem Stichtag selbst um, darauf verlassen solltest du dich aber nicht.
Quellen und hilfreiche Links
- php.net: Unterstützte PHP-Versionen
- php.net: Nicht mehr unterstützte PHP-Versionen
- WordPress.org: Anforderungen an den Server
- W3Techs: Verbreitung von WordPress
- IONOS: PHP-Version anzeigen oder ändern
- STRATO: PHP-Version manuell umstellen
- all-inkl: PHP-Version im KAS prüfen
- Host Europe: PHP-Version anpassen
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Über den Autor
Tim Ehling
Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Webentwicklung – und seit 2006 ganz besonders intensiv mit WordPress. Ich entwickle und optimiere Webseiten, betreue sie langfristig durch zuverlässige Wartung und biete Schulungen für alle, die WordPress sicher und effizient nutzen möchten. Außerdem unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Social-Media-Kanäle und SEO-Strategien so zu verbessern, dass sie bei Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen gut ankommen.
Diskussion
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Vielen Dank für den hilfreichen Artikel. Ich habe meine PHP-Version direkt geprüft und auf 8.4 umgestellt, da Sicherheit für mich sehr wichtig ist.




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