Google Search Console
Konto vorhanden, aber nie hineingesehen?
Das ist der Normalfall. Wir gehen die beiden entscheidenden Berichte mit dir durch und zeigen, welche Seiten mit wenig Aufwand am meisten gewinnen.
Die Google Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google, das Websitebetreibern zeigt, wie ihre Seiten in der Suche abschneiden und wie Google sie verarbeitet. Sie liefert Daten, die es sonst nirgends gibt: tatsächliche Suchanfragen, Positionen, Klickraten und die Gründe, warum einzelne Seiten nicht im Index sind. Für jede Website ist sie der sinnvollste erste Zugang.
Kurz zusammengefasst:
- Kostenlos, Daten aus erster Hand — keine Hochrechnung.
- Die wichtigsten Berichte: Leistung und Seitenindexierung.
- Zeigt echte Suchanfragen, die kein Keyword-Werkzeug kennt.
- Daten laufen mit ein bis drei Tagen Verzug, Historie bis 16 Monate.
- Kein Analysewerkzeug — sie endet beim Klick, nicht auf der Seite.
Einrichten
Nötig ist eine bestätigte Inhaberschaft. Empfehlenswert ist die Domain-Property, die per DNS-Eintrag bestätigt wird — sie erfasst alle Varianten der Domain auf einmal, mit und ohne www, über http und https. Die alternative URL-Präfix-Property deckt nur genau eine Schreibweise ab, was in der Praxis regelmäßig zu Lücken führt.
Danach sollte die XML-Sitemap eingereicht werden. Erst dadurch wird die aufschlussreichste Zahl sichtbar: wie viele der eingereichten URLs tatsächlich aufgenommen wurden.
Die beiden Berichte, auf die es ankommt
Leistung
Zeigt Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittliche Position — aufschlüsselbar nach Suchanfragen, Seiten, Ländern und Geräten.
Der eigentliche Wert liegt in den Suchanfragen. Hier stehen die Formulierungen, mit denen Menschen tatsächlich auf die Website kommen — nicht die, von denen man ausgeht. Zwei Auswertungen lohnen fast immer:
- Hohe Impressionen, niedrige Klickrate: Die Seite erscheint, überzeugt aber nicht. Meist ein Fall für Titel und Beschreibung.
- Positionen 8 bis 20: Die günstigsten Kandidaten. Von Platz 12 auf 6 zu kommen ist deutlich leichter, als überhaupt auf Seite 1 zu gelangen.
Seitenindexierung
Nennt für jede nicht aufgenommene URL einen Grund — siehe Indexierung. Dieser Bericht beantwortet die häufigste Frage überhaupt: „Warum steht meine Seite nicht bei Google?“
Was noch nützlich ist
- URL-Prüfung: Zeigt für eine einzelne Adresse den aktuellen Stand und ermöglicht eine erneute Prüfung. Für Einzelfälle sehr nützlich.
- Core Web Vitals: Felddaten, nach Problemgruppen sortiert — siehe Core Web Vitals.
- Links: Verweisende Domains und meistverlinkte Seiten.
- Manuelle Maßnahmen: Hoffentlich dauerhaft leer — hier stünde eine Abstrafung.
- Entfernungen: Blendet URLs vorübergehend aus. Kein Ersatz für
noindex.
Grenzen
Die Search Console endet beim Klick. Was danach auf der Seite passiert, zeigt sie nicht — dafür braucht es ein Analysewerkzeug.
Weitere Einschränkungen, die man kennen sollte: Anfragen mit sehr geringem Volumen werden aus Datenschutzgründen weggelassen, weshalb die Summe der Einzelanfragen nie ganz die Gesamtzahl ergibt. Die „durchschnittliche Position“ ist ein Mittelwert über viele Aufrufe und sagt wenig über einzelne Suchen aus. Und die Daten betreffen ausschließlich Google — Bing und KI-Dienste tauchen nicht auf.
Häufige Fragen
Kostet die Search Console etwas?
Nein, sie ist kostenlos. Nötig ist ein Google-Konto und die Bestätigung, dass die Website dir gehört.
Domain-Property oder URL-Präfix?
Die Domain-Property, sofern du Zugriff auf die DNS-Einstellungen hast. Sie erfasst alle Varianten der Domain. Ein URL-Präfix deckt nur eine Schreibweise ab und erzeugt dadurch Datenlücken.
Warum stimmen die Zahlen nicht mit meinem Analysewerkzeug überein?
Weil Unterschiedliches gemessen wird. Die Search Console zählt Klicks aus der Google-Suche, ein Analysewerkzeug zählt Sitzungen auf der Website — unabhängig von der Herkunft und beeinflusst von Einwilligungen und Werbeblockern. Abweichungen sind normal.
Wie lange werden Daten gespeichert?
16 Monate. Wer längere Zeiträume vergleichen will, sollte regelmäßig exportieren.
Kann ich damit die Indexierung erzwingen?
Nein. Über die URL-Prüfung lässt sich eine erneute Prüfung anstoßen, entschieden wird trotzdem von Google. Für einzelne wichtige Seiten ist das sinnvoll, als Dauerlösung nicht.
Zeigt die Search Console auch KI-Antworten?
Nicht getrennt ausgewiesen. Ein Rückgang der Klickrate bei gleichbleibenden Positionen ist derzeit der brauchbarste Hinweis darauf, dass Fragen über der Trefferliste beantwortet werden.
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Über den Autor
Tim Ehling
Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Webentwicklung – und seit 2006 ganz besonders intensiv mit WordPress. Ich entwickle und optimiere Webseiten, betreue sie langfristig durch zuverlässige Wartung und biete Schulungen für alle, die WordPress sicher und effizient nutzen möchten. Außerdem unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Social-Media-Kanäle und SEO-Strategien so zu verbessern, dass sie bei Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen gut ankommen.




