Bilder sind fast immer der größte Posten
Wir sehen nach, welche Dateien deine Seite tatsächlich lädt, wie viel sich durch Format und Abmessungen einsparen lässt und wo das Titelbild bremst.
WebP ist ein Bildformat für das Web, das bei vergleichbarer Qualität deutlich kleinere Dateien erzeugt als JPEG und PNG — je nach Motiv 25 bis 35 Prozent weniger. Es beherrscht sowohl verlustbehaftete als auch verlustfreie Kompression, unterstützt Transparenz und Animationen und wird von allen aktuellen Browsern dargestellt. Für die Ladegeschwindigkeit ist die Umstellung meist die wirksamste Einzelmaßnahme.
Kurz zusammengefasst:
- 25–35 % kleiner als JPEG und PNG bei vergleichbarer Qualität.
- Kann alles: Transparenz, Animation, verlustfrei.
- Von allen aktuellen Browsern unterstützt.
- Größter Hebel meist beim Titelbild — siehe Core Web Vitals.
- Konvertieren allein reicht nicht: Abmessungen zählen genauso.
Was es bringt
| Motiv | Typische Ersparnis |
|---|---|
| Foto statt JPEG | 25–35 % |
| Grafik mit Transparenz statt PNG | oft über 50 % |
| Flächige Illustration | deutlich, verlustfrei möglich |
| Animation statt GIF | sehr deutlich |
Die zweite Zeile ist der unterschätzte Fall. Logos und freigestellte Grafiken liegen häufig als PNG vor und sind oft die größten Einzeldateien einer Seite.
Der Fehler, der die Ersparnis auffrisst
Ein Bild in WebP zu wandeln, aber in Originalgröße auszuliefern, bringt wenig. Ein 4000 Pixel breites Foto, das in einem 800 Pixel breiten Bereich dargestellt wird, ist auch als WebP zu groß.
Die Reihenfolge, die tatsächlich wirkt:
- Abmessungen anpassen — auf die maximale Darstellungsgröße, mit Reserve für hochauflösende Bildschirme.
- Format wechseln zu WebP.
- Qualität einstellen — bei Fotos ist etwa 75 bis 85 der Bereich, in dem Ersparnis und Qualität sich lohnen.
- Größenvarianten ausliefern, damit Mobilgeräte kleinere Dateien bekommen.
- Erstes sichtbares Bild vom Lazy Loading ausnehmen — sonst verzögert man genau das Bild, auf das es ankommt.
Schritt 1 wird am häufigsten übersprungen und bringt am meisten.
In WordPress
WordPress kann WebP-Dateien seit einigen Versionen direkt hochladen und in Größenvarianten verarbeiten. Für den Bestand gibt es zwei Wege:
- Konvertierung per Plugin — wandelt vorhandene Bilder um und liefert je nach Browser das passende Format aus. Bequem, erzeugt aber eine Abhängigkeit.
- Auf dem Server — die Umwandlung außerhalb von WordPress und Auslieferung über die Serverkonfiguration. Schneller, weil kein PHP beteiligt ist, dafür mehr Einrichtungsaufwand.
Wichtig in beiden Fällen: Originale behalten. Wer die Ausgangsdateien überschreibt, kann später nicht neu verarbeiten — etwa wenn ein neues Format dazukommt oder eine andere Größe gebraucht wird.
Und AVIF?
AVIF komprimiert noch etwas stärker als WebP, braucht aber deutlich mehr Rechenzeit beim Erzeugen und wird nicht ganz so breit unterstützt. Für die meisten Websites ist WebP der bessere Kompromiss: großer Gewinn, keine Sonderbehandlung, überall darstellbar.
Wer beides ausliefern will, kann das über eine Formatauswahl im HTML tun — der Aufwand lohnt aber erst bei sehr bildlastigen Angeboten.
Häufige Fragen
Wird WebP von allen Browsern unterstützt?
Von allen aktuellen ja. Für sehr alte Browser lässt sich über eine Formatauswahl im HTML ein JPEG als Rückfalloption hinterlegen — praktisch relevant ist das kaum noch.
Verliert das Bild an Qualität?
Bei verlustbehafteter Kompression ja, wie bei JPEG auch. Im Bereich zwischen 75 und 85 ist der Unterschied für das Auge in aller Regel nicht erkennbar, die Ersparnis aber deutlich.
Muss ich alte Bilder umwandeln?
Wenn sie noch verwendet werden, lohnt es sich — gerade bei großen Titelbildern. Für Bilder in alten, kaum aufgerufenen Beiträgen ist der Aufwand meist nicht gerechtfertigt.
Reicht die Umwandlung allein?
Nein. Die Abmessungen sind mindestens so wichtig. Ein zu großes Bild bleibt auch als WebP zu groß.
Ist AVIF die bessere Wahl?
Es komprimiert stärker, kostet aber mehr Rechenzeit und wird nicht ganz so breit unterstützt. Für die meisten Websites ist WebP der praktikablere Kompromiss.
Was ist mit SVG?
Ein anderer Fall: SVG ist ein Vektorformat für Logos, Symbole und Illustrationen und skaliert verlustfrei. Für Fotos ist es ungeeignet, für Grafiken oft die bessere Wahl als jedes Pixelformat.
Artikel teilen:

Über den Autor
Tim Ehling
Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Webentwicklung – und seit 2006 ganz besonders intensiv mit WordPress. Ich entwickle und optimiere Webseiten, betreue sie langfristig durch zuverlässige Wartung und biete Schulungen für alle, die WordPress sicher und effizient nutzen möchten. Außerdem unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Social-Media-Kanäle und SEO-Strategien so zu verbessern, dass sie bei Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen gut ankommen.





