Title-Tag

Der Title-Tag ist das HTML-Element <title> im Kopfbereich einer Seite und benennt deren Inhalt für Browser und Suchmaschinen. Google nutzt ihn als eine von mehreren Quellen für die anklickbare Überschrift im Suchergebnis. Damit entscheidet er oft mit, ob jemand überhaupt auf deine Seite klickt.

Kurz zusammengefasst:

  • Jede Seite braucht einen eigenen, beschreibenden Title-Tag.
  • Google erzeugt den angezeigten Titel automatisch und kann ihn abweichend wählen.
  • Ein festes Zeichenlimit gibt es nicht, angezeigt wird aber nur, was in die Breite passt.
  • Der Title-Tag ist nicht dasselbe wie die sichtbare Hauptüberschrift.

Was der Title-Tag ist und was nicht

Der Title-Tag steht im Quelltext und ist auf der Seite selbst nicht zu sehen, sondern nur im Browser-Tab und meist in den Suchergebnissen. Die sichtbare Hauptüberschrift ist die <h1>. Beide dürfen ähnlich sein, sie haben aber unterschiedliche Aufgaben: Der Title-Tag wirbt in der Ergebnisliste, die Überschrift bestätigt nach dem Klick, dass der Besucher richtig ist.

Auch die Meta-Description ist etwas anderes. Sie liefert den Textvorschlag unter dem Titel, der Title-Tag den Titel selbst. In WordPress trägst du beide meist über ein SEO-Plugin wie Yoast SEO ein.

Warum Google manchmal etwas anderes anzeigt

Viele wundern sich, dass in der SERP nicht ihr Text steht. Das ist kein Fehler: Google erstellt die Titel in den Ergebnissen vollautomatisch und nennt dafür mehrere Quellen. Das sind neben dem Title-Tag unter anderem die Hauptüberschrift, weitere Überschriften, das Feld og:title und Linktexte, die auf die Seite zeigen.

Dein Title-Tag ist also ein Hinweis, keine Vorgabe. Passt er nicht zum Inhalt oder ist er unbrauchbar, greift Google eher zu einer anderen Quelle. Änderst du ihn, wirkt das erst nach dem nächsten Crawlen und Verarbeiten der Seite. Google nennt dafür eine Spanne von einigen Tagen bis zu einigen Wochen.

So schreibst du einen guten Title-Tag

Google empfiehlt beschreibende, knappe Titel und rät von vagen Bezeichnungen wie „Startseite“ ab. Dazu kommen drei praktische Punkte:

  • Eigener Titel je Seite: Gleiche Textbausteine auf vielen Seiten machen sie ununterscheidbar.
  • Das Wichtigste nach vorn: Lange Titel kürzt Google je nach Gerätebreite.
  • Keine Wortlisten: Wiederholte Begriffe wertet Google als Keyword-Stuffing.

Die Marke darf kurz am Anfang oder Ende stehen, abgetrennt durch ein Zeichen. Aus „Startseite“ wird so etwa „Dachdecker in Hanau: Sanierung und Reparatur | Betriebsname“. Dieses Beispiel nennt, was gemacht wird und wo. Das passende Keyword ergibt sich dabei aus der Suchintention, also aus dem, was Menschen an dieser Stelle tatsächlich suchen.

Was das für deinen Betrieb bedeutet

Für die Praxis ist das eine kleine Aufgabe mit klarem Rahmen: Öffne die zehn Seiten, die dir am wichtigsten sind, und lies ihre Titel einmal laut vor. Würde ein Fremder verstehen, was du anbietest und ob du für ihn in Frage kommst? Wenn überall nur der Firmenname steht, weißt du, wo du anfangen kannst.

Kaufmännisch zählt das Verhältnis von Aufwand und Risiko. Ein Title-Tag ist schnell geändert und jederzeit umkehrbar. Rankings oder Klicks garantiert er aber nicht, deshalb solltest du vorher notieren, was du änderst, und die Wirkung später in der Google Search Console vergleichen. Eine solche Prüfung gehört fest zur Onpage-Optimierung. Welche Seiten sich zuerst lohnen, klärt eine SEO Beratung.

Häufige Fragen

Wie lang darf ein Title-Tag sein?

Laut Google gibt es keine feste Grenze. In den Suchergebnissen wird aber je nach Gerätebreite gekürzt. Schreib deshalb kurz und stelle die entscheidende Aussage nach vorn.

Muss der Title-Tag mit der H1 übereinstimmen?

Nein, ähnlich reicht. Beide sollten aber dasselbe Thema benennen. Weichen sie stark voneinander ab, fühlt sich der Klick für den Besucher wie ein falsches Versprechen an.

Kann ich Google zwingen, meinen Titel anzuzeigen?

Nein. Google wählt den Titel automatisch und nimmt deinen Title-Tag als einen von mehreren Hinweisen. Du erhöhst die Chance, wenn er knapp ist und zum sichtbaren Hauptinhalt passt.

Soll mein Firmenname in jeden Titel?

Das ist möglich und bei bekannten Namen hilfreich. Google erlaubt die Marke am Anfang oder Ende. Auf Unterseiten gehört sie eher nach hinten, damit das Thema zuerst gelesen wird.

Wo sehe ich den Title-Tag meiner Seite?

Im Browser-Tab steht er meist direkt. Vollständig siehst du ihn in der Seitenquelltext-Ansicht deines Browsers, wenn du dort nach dem Element title suchst.

Sagen deine Titel, was du anbietest?

Schick uns deine wichtigsten Seiten, dann schauen wir gemeinsam drauf, wie sie im Suchergebnis wirken.

Der Autor: Tim Ehling

Über den Autor

Tim Ehling

Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Webentwicklung – und seit 2006 ganz besonders intensiv mit WordPress. Ich entwickle und optimiere Webseiten, betreue sie langfristig durch zuverlässige Wartung und biete Schulungen für alle, die WordPress sicher und effizient nutzen möchten. Außerdem unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Social-Media-Kanäle und SEO-Strategien so zu verbessern, dass sie bei Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen gut ankommen.

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