- Woraus Google und KI-Systeme ein Bild verstehen
- Alt-Text: beschreiben, nicht stopfen
- Dateiname und Umfeld
- Format, Größe und Ladeverhalten
- Google Bilder, Lens und Discover
- Strukturierte Daten und Bildrechte
- KI-generierte Bilder
- Checkliste Bilder-SEO
- Häufige Fragen zu Bilder-SEO
- Fazit: Gute Bilder brauchen guten Text
Kurz gesagt: Google ordnet Bilder zu einem großen Teil über Text ein: über den Alt-Text, den Dateinamen und den Inhalt der Seite, auf der das Bild steht. Für KI-Antworten gilt dasselbe, denn Googles KI-Übersichten nutzen dieselben Grundlagen wie die normale Suche. Bau Bilder als echtes img-Element ein, beschreib sie in einem sachlichen Alt-Text und stell sie neben den Text, zu dem sie gehören. Danach kommen Format, Größe und Ladeverhalten, damit das Bild die Seite nicht bremst.
Deine Seite hat gute Fotos, aber in der Google-Bildersuche taucht keines davon auf, und in KI-Antworten erscheinen Bilder der Konkurrenz? Meist liegt das nicht am Bild, sondern an allem drumherum: Dateinamen wie IMG_4711.jpg, leere oder mit Suchbegriffen vollgestopfte Alt-Texte, Bilder als Hintergrund im CSS, die Google gar nicht als Bild erfasst. Das lässt sich in WordPress und jedem anderen System mit überschaubarem Aufwand beheben.

Woraus Google und KI-Systeme ein Bild verstehen
Google beschreibt in seiner Anleitung zur Bildersuche, welche Signale zählen (Google Search Central, Bilder-SEO):
- Das img-Element: Google indexiert Bilder im img-Element (auch innerhalb von picture). Bilder, die nur als CSS-Hintergrund eingebunden sind, indexiert Google nicht.
- Der Alt-Text: laut Google die wichtigste Angabe, um zusätzliche Informationen zu einem Bild zu liefern.
- Die Seite drumherum: Google zieht Informationen aus dem Seiteninhalt, aus Bildunterschriften und Bildtiteln. Ein Bild sollte deshalb nah am passenden Text stehen, auf einer Seite zum selben Thema.
- Der Dateiname: gibt laut Google nur „sehr leichte Hinweise“. Kurz und beschreibend reicht.
Für KI-Antworten gibt es keinen eigenen Trick. Google schreibt, für die KI-Funktionen der Suche gelten dieselben grundlegenden SEO-Praktiken wie für die Suche insgesamt (Google Search Central, KI-Funktionen). Ein Bild, das Google sauber einordnen kann, ist damit auch für KI-Übersichten verwertbar. Wie du auch in Antworten von ChatGPT oder Perplexity vorkommst, behandelt unser Beitrag GEO für KMU.
Alt-Text: beschreiben, nicht stopfen
Der Alt-Text erfüllt zwei Aufgaben. Er sagt Suchmaschinen, was auf dem Bild ist, und er ersetzt das Bild für Menschen, die einen Screenreader nutzen. Die Barrierefreiheitsrichtlinien verlangen für jedes Bild mit Inhalt eine Textalternative (W3C, WCAG 2.2, Kriterium 1.1.1). Für viele Unternehmenswebsites ist das seit dem 28. Juni 2025 mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz auch Pflicht; was dazugehört, steht in unserem Beitrag zu den WCAG-Richtlinien.
Google warnt ausdrücklich davor, Alt-Texte mit Suchbegriffen zu füllen: Das verschlechtert die Nutzererfahrung und kann dazu führen, dass Google die Seite als Spam einstuft (Google Search Central, Bilder-SEO).
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Bild |
Schwach |
Besser |
|---|---|---|
|
Teamfoto im Büro |
„Team“ |
„Tim und Andrea besprechen einen Website-Entwurf am Bildschirm“ |
|
Produktfoto |
„Esstisch günstig kaufen Esstisch Eiche Tisch“ |
„Ausziehbarer Esstisch aus massiver Eiche mit sechs Stühlen in einem hellen Raum“ |
|
Diagramm |
„Grafik“ |
„Ablauf in fünf Schritten von der Anfrage bis zur Abnahme“, dazu der Inhalt im Text |
|
Zierelement, Trennlinie |
„Schmuckbild Agentur“ |
leerer Alt-Text (alt=””) |
Rein dekorative Bilder bekommen einen leeren Alt-Text, damit Screenreader sie überspringen (W3C, dekorative Bilder). In WordPress lässt du dafür das Feld „Alternativtext“ in der Mediathek leer.
So schreibst du einen guten Alt-Text:
- Beschreibe, was zu sehen ist, und zwar so, wie du es am Telefon beschreiben würdest
- Nenne, was für die Seite wichtig ist: auf einer Produktseite Farbe und Modell, auf der Teamseite die Namen
- Lass „Bild von“ und „Foto von“ weg, der Screenreader sagt das schon
- Steht Text im Bild, gehört er in den Alt-Text oder in den Fließtext daneben
Dateiname und Umfeld
Benenne Dateien vor dem Hochladen. esstisch-eiche-massiv.jpg sagt mehr als IMG_4711.jpg. Google empfiehlt kurze, beschreibende Namen und bei mehrsprachigen Seiten auch übersetzte Dateinamen. Dass der Dateiname nur ein schwaches Signal ist, heißt: Er schadet nie, ersetzt aber den Alt-Text nicht.
Wichtiger ist das Umfeld. Ein Foto eines Eichentischs auf einer Seite über Massivholztische, mit einer Bildunterschrift und einem Absatz dazu, ordnet Google zuverlässiger ein als dasselbe Foto in einer Galerie ohne Text. Bildunterschriften werden außerdem gelesen: von Besuchern, die nur überfliegen, und von Google.
Format, Größe und Ladeverhalten
Bilder machen oft einen großen Teil der Datenmenge einer Seite aus. Ein Bild, das die Seite bremst, kostet dich Besucher, bevor es überhaupt gesehen wird.
- Format: Google indexiert BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF. Für Fotos sind WebP und AVIF meist deutlich kleiner als JPEG, für Logos und Symbole SVG.
- Größe: Lade Bilder nicht größer hoch, als sie auf der Seite angezeigt werden. Mit srcset liefert der Browser jedem Gerät die passende Größe; ein normales src als Rückfallebene bleibt, weil nicht jeder Crawler srcset liest (Google Search Central, Bilder-SEO). WordPress erzeugt beide Angaben beim Hochladen selbst.
- Nachladen: Lazy Loading spart Daten für Bilder weiter unten. Das erste große Bild oben auf der Seite sollte aber nicht nachgeladen werden, sonst verzögert sich der LCP, also der Moment, in dem der Hauptinhalt sichtbar ist (web.dev, Lazy Loading und LCP).
- Maße angeben: Breite und Höhe im img-Element verhindern, dass der Text beim Laden springt.
Wie du Bilder in WordPress komprimierst, in WebP umwandelst und welche Plugins dabei helfen, zeigt unser Beitrag zur Bildoptimierung in WordPress. Wo Bilder im Gesamtbild von WordPress-SEO stehen, steht im WordPress-SEO-Leitfaden.
Google Bilder, Lens und Discover
Bilder bringen Besucher nicht nur über die Bildersuche. Google Lens wird nach Angaben von Google für fast 20 Milliarden visuelle Suchen im Monat genutzt (Google, Oktober 2024). Wer ein Produkt fotografiert und danach sucht, landet auf Seiten, deren Bilder Google eindeutig zuordnen kann.
Für Google Discover, den Nachrichtenstrom in der Google-App, empfiehlt Google große Bilder: mindestens 1.200 Pixel breit und freigegeben über die Einstellung max-image-preview:large (Google Search Central, Discover). Das Vorschaubild legst du über das og:image fest, in WordPress meist über das Beitragsbild und dein SEO-Plugin.
Bilder, die Google sonst nicht findet, etwa aus Skripten oder Galerien, kannst du über eine Bilder-Sitemap melden (Google Search Central, Bilder-Sitemaps). Gängige SEO-Plugins nehmen die Bilder eines Beitrags in ihre Sitemap auf.
Strukturierte Daten und Bildrechte
Mit strukturierten Daten vom Typ ImageObject oder mit IPTC-Angaben in der Bilddatei kannst du Google sagen, wer ein Bild erstellt hat, unter welcher Lizenz es steht und wo man es lizenzieren kann. Dazu dienen die Felder creator, creditText, copyrightNotice, license und acquireLicensePage. Mit Lizenzangaben kann ein Bild in Google Bilder das Kennzeichen „Lizenzierbar“ bekommen (Google Search Central, Bild-Metadaten).
Das lohnt sich vor allem für Fotografen, Illustratoren und Unternehmen mit eigenen Produktfotos, die nicht ohne Nachweis auf fremden Seiten landen sollen. Für ein Blogbild reicht ein gutes Beitragsbild, das dein SEO-Plugin ohnehin im Artikel-Schema angibt.
KI-generierte Bilder
Bildgeneratoren liefern in Sekunden Illustrationen. Für Symbolbilder kann das passen. Drei Dinge prüfen wir, bevor ein solches Bild auf eine Seite kommt:
- Text im Bild: Generatoren erzeugen oft Buchstabensalat auf Schildern, Bildschirmen oder Logos. Das fällt Besuchern auf und wirkt unsauber.
- Falsche Details: verzerrte Logos, Hände mit sechs Fingern, technisch unmögliche Produkte
- Bezug zum Text: Ein Bild, das nichts erklärt, bringt weder Besuchern noch Google etwas.
Für Produkte, Team, Räume und Referenzen gehören echte Fotos auf die Seite. Ein generiertes Bild, das wie ein echtes Produktfoto aussieht, weckt Erwartungen, die du nicht einlösen kannst.
Checkliste Bilder-SEO
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Prüfpunkt |
Gut, wenn |
|---|---|
|
Einbindung |
Inhaltsbilder stehen als img-Element im HTML, nicht als CSS-Hintergrund |
|
Alt-Text |
beschreibt sachlich, was zu sehen ist; dekorative Bilder haben alt=”” |
|
Dateiname |
kurz, beschreibend, mit Bindestrichen |
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Umfeld |
Bild steht neben dem passenden Text, wo sinnvoll mit Bildunterschrift |
|
Format |
Fotos als WebP oder AVIF, Logos als SVG |
|
Größe |
nicht größer als angezeigt, srcset aktiv |
|
Laden |
erstes großes Bild ohne Lazy Loading, die übrigen mit |
|
Maße |
Breite und Höhe angegeben |
|
Discover |
Beitragsbild mindestens 1.200 Pixel breit, max-image-preview:large gesetzt |
|
Rechte |
bei eigenen Fotos Urheber und Lizenz als Metadaten |
Häufige Fragen zu Bilder-SEO
Was ist Bilder-SEO?
Bilder-SEO heißt, Bilder so einzubinden und zu beschreiben, dass Suchmaschinen erkennen, was darauf zu sehen ist, und dass sie die Seite nicht bremsen. Dazu gehören Alt-Text, Dateiname, das Umfeld auf der Seite, das richtige Format und eine passende Größe.
Wie lang sollte ein Alt-Text sein?
Eine feste Länge gibt es nicht. Ein Satz, der beschreibt, was zu sehen ist und was davon für die Seite wichtig ist, reicht fast immer. Lange Erklärungen etwa zu einem Diagramm gehören in den Text neben dem Bild.
Muss jedes Bild einen Alt-Text haben?
Jedes Bild mit Inhalt braucht eine Textalternative. Rein dekorative Bilder wie Trennlinien oder Hintergrundmuster bekommen einen leeren Alt-Text, damit Screenreader sie überspringen. Das Attribut sollte trotzdem im HTML stehen.
Hilft der Dateiname beim Ranking?
Ein wenig. Google nennt den Dateinamen selbst nur einen sehr leichten Hinweis auf den Bildinhalt. Ein beschreibender Name kostet nichts und schadet nie, wichtiger sind aber Alt-Text und der Text auf der Seite.
Welches Bildformat ist am besten für SEO?
Für Fotos meist WebP oder AVIF, weil sie bei gleicher Qualität kleiner sind als JPEG. Logos und Symbole gehören als SVG eingebunden. Google indexiert alle diese Formate, das Format selbst ist also kein Rankingvorteil, die kürzere Ladezeit schon.
Verstehen KI-Systeme wie ChatGPT meine Bilder?
Ob und wie ChatGPT die Bilder einer Seite auswertet, legt OpenAI nicht offen. Für Googles KI-Funktionen schreibt Google, dass dieselben SEO-Grundlagen gelten wie für die Suche. Ein sachlicher Alt-Text und passender Text auf der Seite sind deshalb der sichere Weg. Einen eigenen Alt-Text für KI brauchst du nicht.
Sollte ich KI-generierte Bilder verwenden?
Für Symbolbilder und Illustrationen ja, wenn sie zum Text passen und keine Fehler wie unleserliche Schrift oder verzerrte Logos zeigen. Für Produkte, Team und Referenzen nimm echte Fotos, sonst entstehen falsche Erwartungen.
Fazit: Gute Bilder brauchen guten Text
Google und KI-Systeme sehen dein Bild, verstehen es aber vor allem über den Text drumherum. Ein sachlicher Alt-Text, ein beschreibender Dateiname und ein Bild am richtigen Platz bringen mehr als jedes Werkzeug. Danach sorgen Format, Größe und Ladeverhalten dafür, dass das Bild die Seite nicht bremst.
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Über den Autor
Tim Ehling
Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Webentwicklung – und seit 2006 ganz besonders intensiv mit WordPress. Ich entwickle und optimiere Webseiten, betreue sie langfristig durch zuverlässige Wartung und biete Schulungen für alle, die WordPress sicher und effizient nutzen möchten. Außerdem unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Social-Media-Kanäle und SEO-Strategien so zu verbessern, dass sie bei Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen gut ankommen.



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