- Website selbst erstellen oder erstellen lassen? Die Kriterien
- Drei Wege zur eigenen Website
- So entsteht eine Website: die Schritte
- Website-Erstellung im Unternehmen: Wer macht was?
- Checkliste: Was du bei der Website-Erstellung beachten musst
- Häufige Fragen zur Website-Erstellung
- Fazit: Erst das Ziel, dann der Weg
Kurz gesagt: Eine Website selbst zu erstellen lohnt sich, wenn sie klein ist, wenig leisten muss und du Zeit hast, dich in Baukasten oder WordPress einzuarbeiten. Erstellen lassen solltest du sie, wenn sie Anfragen oder Umsatz bringen soll, Funktionen wie Buchung oder Shop braucht oder dir die Zeit fehlt. Entscheidend sind nicht nur die Kosten, sondern Ziel, Zeit, Technikwissen und Rechtssicherheit. Was der Profi kostet, steht in unserem Beitrag Was kostet eine Webseite.
Du brauchst eine Website für dein Unternehmen und schwankst zwischen einem Wochenende mit dem Baukasten und einem Angebot vom Webdesigner? Beides kann richtig sein. Hier findest du die Kriterien für die Entscheidung, die Schritte der Website-Erstellung und die Punkte, die du auf keinen Fall vergessen darfst.
Wenn du die Arbeit abgeben willst: Als Webdesign-Agentur bauen wir WordPress-Websites für kleine und mittlere Unternehmen zum Festpreis, vom Konzept bis zum Start.
Website selbst erstellen oder erstellen lassen? Die Kriterien
Geh die Punkte der Reihe nach durch. Landest du überwiegend in der linken Spalte, schaffst du es selbst. Überwiegt die rechte, lass die Website erstellen.
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Kriterium |
Selbst erstellen passt |
Erstellen lassen passt |
|---|---|---|
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Ziel |
Visitenkarte: Wer bin ich, wie erreicht man mich |
Anfragen, Bewerbungen oder Verkäufe über die Website |
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Umfang |
eine bis fünf Seiten |
viele Leistungsseiten, mehrere Standorte oder Sprachen |
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Funktionen |
Text, Bilder, Kontaktformular |
Terminbuchung, Shop, Login, Anbindung an andere Software |
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Zeit |
du kannst Abende und Wochenenden investieren |
deine Zeit ist im Tagesgeschäft mehr wert |
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Technik |
du traust dir Einstellungen, Updates und Fehlersuche zu |
du willst dich um Technik nicht kümmern |
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Recht |
du recherchierst Impressum, Datenschutz und Cookies selbst |
du willst das von Anfang an sauber gelöst haben |
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Auffindbarkeit |
Google ist nicht dein wichtigster Kanal |
Kunden sollen dich über Google finden |
Selbst erstellen passt, wenn
- du gerade gründest und erst testen willst, ob die Idee trägt
- die Website vor allem zeigt, dass es dich gibt
- du Spaß an Gestaltung und Technik hast und dranbleiben willst
- du mit einer Vorlage leben kannst
Erstellen lassen passt, wenn
- die Website ein Vertriebskanal sein soll und du daran Umsatz misst
- deine Branche umkämpft ist und Mitbewerber gute Websites haben
- du Funktionen brauchst, die über Text und Bild hinausgehen
- ein Fehler bei Datenschutz oder Barrierefreiheit teuer werden kann
Ein Zwischenweg: Du lässt Konzept, Design und Technik von Profis bauen und pflegst Texte und Bilder danach selbst. Dafür gibt es eine Einweisung, und für Updates und Sicherheit einen Wartungsvertrag.
Drei Wege zur eigenen Website
Homepage-Baukasten
Wix, Jimdo, IONOS oder Squarespace liefern Vorlagen, Hosting und Domain aus einer Hand. Du ziehst Bausteine auf die Seite und bist schnell online. Die Grenzen zeigen sich später: Design und Funktionen bleiben im Rahmen der Vorlagen, und ein Umzug zu einem anderen System bedeutet meist einen Neubau.
WordPress selbst einrichten
WordPress ist kostenlos und läuft auf 58,3 % aller Websites, deren Content-Management-System bekannt ist (W3Techs, Stand 25.10.2026). Du brauchst ein Hosting-Paket, ein Theme und einige Plugins. Das gibt dir mehr Freiheit als ein Baukasten, aber auch mehr Verantwortung: Updates, Backups und Sicherheit liegen bei dir. Was hinter dem System steckt, erklärt unser Beitrag Was ist WordPress.
Profi beauftragen
Ein Freelancer oder eine Agentur übernimmt Konzept, Gestaltung, Umsetzung und Test. Du lieferst Wissen über dein Geschäft und meist die ersten Inhalte. Woran du einen guten Anbieter erkennst und welche Preise realistisch sind, steht im Beitrag Was kostet eine Webseite.
Ob dir eine KI die Website baut und wo das an Grenzen stößt, behandeln wir in Website mit KI erstellen.
So entsteht eine Website: die Schritte
Egal ob du selbst baust oder bauen lässt, die Reihenfolge ist dieselbe:
- Schritt 1: Ziel und Zielgruppe festlegen. Was soll die Website bewirken, und wer soll sie nutzen?
- Schritt 2: Seitenstruktur planen. Welche Seiten brauchst du, und wie hängen sie zusammen?
- Schritt 3: Domain sichern und Hosting wählen.
- Schritt 4: System wählen: Baukasten, WordPress oder ein anderes Content-Management-System.
- Schritt 5: Gestaltung entwerfen, erst als Skizze, dann im Detail.
- Schritt 6: Inhalte schreiben und Bilder auswählen.
- Schritt 7: Rechtstexte und Einwilligung für Cookies einrichten.
- Schritt 8: Für Google vorbereiten, auf Geräten testen und online stellen.
- Schritt 9: Pflegen: Updates, Sicherungen, neue Inhalte.
Ziel, Zielgruppe und Seitenstruktur
Bevor irgendwer an Farben denkt, steht das Ziel. Ein Handwerksbetrieb will Anfragen aus der Region, eine Kanzlei Vertrauen, ein Onlineshop Verkäufe. Daraus folgt die Struktur: Für jede Leistung, die Kunden bei Google suchen, eine eigene Seite. Dazu Startseite, Über uns, Referenzen und Kontakt.

Schreib die Struktur als einfache Liste auf, bevor du baust. Das spart später Umbauten und macht Angebote von Anbietern vergleichbar.
Domain wählen
Die Domain ist deine Adresse im Netz. Gute Domains sind kurz, leicht zu buchstabieren und passen zum Firmennamen. Für ein Unternehmen in Deutschland ist .de meist die richtige Endung. Vermeide Bindestrich-Ketten und Zahlen, die man am Telefon erklären muss. Registriere die Domain auf deinen eigenen Namen, nicht auf den des Dienstleisters.
System wählen
Für eine kleine Visitenkarte reicht ein Baukasten. Für eine Firmenwebsite, die wachsen soll, ist WordPress der Standard, weil es für fast jede Funktion eine Erweiterung gibt und viele Dienstleister es kennen. Für einen Shop mit vielen Produkten kommen eigene Shopsysteme infrage.
Webseite gestalten: Design und Bedienung
Gute Gestaltung ist zuerst Bedienung, dann Optik. Besucher müssen in Sekunden sehen, was du anbietest und wie sie dich erreichen. Darauf kommt es an:
- Klare Navigation: wenige Menüpunkte mit eindeutigen Namen.
- Eine Hauptaktion je Seite: anrufen, Termin buchen oder Anfrage senden, gut sichtbar.
- Mobil zuerst: Google bewertet Websites seit Ende 2023 in ihrer Smartphone-Fassung (Google Search Central, 31.10.2023). Prüfe jede Seite auf dem Handy.
- Lesbarkeit: genug Kontrast, ausreichend große Schrift, kurze Absätze.
- Barrierefreiheit: Bilder mit Alternativtext, bedienbar mit der Tastatur, klare Überschriften.
Inhalte erstellen
Texte entscheiden, ob aus einem Besucher ein Kunde wird. Schreib so, wie deine Kunden fragen, nicht wie im Prospekt. Nenn Leistungen, Einsatzgebiet und Preise oder Preisrahmen, wo es geht. Eigene Fotos von Team, Räumen und Arbeit wirken stärker als Stockbilder. Plane für Inhalte die meiste Zeit ein: Sie sind der häufigste Grund, warum sich ein Website-Projekt verzögert.
Rechtliches: Was du beachten musst
Eine Unternehmenswebsite braucht von Anfang an:
- Impressum: Pflicht für geschäftsmäßige digitale Dienste nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz.
- Datenschutzerklärung: Sie informiert über jede Verarbeitung personenbezogener Daten, etwa im Kontaktformular (Art. 13 DSGVO).
- Einwilligung für Cookies und Tracking: Alles, was für den Betrieb der Seite nicht unbedingt nötig ist, braucht eine vorherige Einwilligung (§ 25 TDDDG).
- Barrierefreiheit: Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für Online-Angebote, über die Verbraucher Verträge abschließen. Kleinstunternehmen mit Dienstleistungen sind ausgenommen (§ 3 Abs. 3 BFSG).
Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung. Wer selbst baut, nutzt für Impressum und Datenschutzerklärung am besten einen Generator eines Anbieters für Rechtstexte und prüft jede eingebundene Funktion, etwa Karten, Videos oder Schriften von fremden Servern.
Für Google vorbereiten und testen
Jede Seite bekommt einen eigenen Seitentitel und eine Beschreibung mit dem Begriff, unter dem Kunden sie suchen sollen. Dazu kommen eine Überschrift pro Seite, kurze Adressen, schnelle Ladezeit und HTTPS. Vor dem Start testest du alle Formulare, alle Links und die Darstellung auf Handy, Tablet und Desktop. Melde die Website danach in der Google Search Console an.
Website-Erstellung im Unternehmen: Wer macht was?
Im Mittelstand scheitert die Website selten an der Technik, sondern an der Abstimmung. Leg deshalb vorher fest:
- Eine verantwortliche Person: Sie entscheidet, sammelt Feedback und gibt frei.
- Wer Inhalte liefert: Leistungsbeschreibungen kommen aus den Fachabteilungen, nicht aus dem Marketing allein.
- Wer Zugänge besitzt: Domain, Hosting und Website-Konto laufen auf das Unternehmen, nicht auf eine Person oder den Dienstleister.
- Wer danach pflegt: Neue Inhalte, Updates und Sicherungen brauchen einen festen Platz im Kalender oder einen Wartungsvertrag.
Checkliste: Was du bei der Website-Erstellung beachten musst
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Bereich |
Punkt |
Erledigt, wenn |
|---|---|---|
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Ziel |
Ziel und Zielgruppe stehen fest |
du es in einem Satz sagen kannst |
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Struktur |
Seitenliste ist geschrieben |
jede Leistung eine eigene Seite hat |
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Domain |
Domain auf dein Unternehmen registriert |
du die Zugangsdaten selbst hast |
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System |
Baukasten oder WordPress gewählt |
du weißt, wer Updates macht |
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Gestaltung |
Seite auf dem Handy geprüft |
Kontakt in einem Tipp erreichbar ist |
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Inhalte |
Texte und eigene Fotos fertig |
jede Seite eine klare Hauptaktion hat |
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Recht |
Impressum, Datenschutz, Cookie-Einwilligung |
alle eingebundenen Dienste erfasst sind |
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Seitentitel, Beschreibungen, Search Console |
jede Seite einen eigenen Titel hat |
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Betrieb |
Updates und Backups geregelt |
ein Datum oder ein Vertrag dafür steht |
Häufige Fragen zur Website-Erstellung
Soll ich meine Website selbst erstellen oder erstellen lassen?
Selbst erstellen lohnt sich für kleine Websites mit wenig Funktionen, wenn du Zeit und Lust auf Technik hast. Erstellen lassen solltest du, wenn die Website Anfragen oder Umsatz bringen soll, Funktionen wie Buchung oder Shop braucht oder dir die Zeit fehlt. Ein Zwischenweg ist, die Website bauen zu lassen und Inhalte selbst zu pflegen.
Wie erstelle ich eine Website?
Leg zuerst Ziel und Zielgruppe fest und schreib eine Seitenliste. Dann sicherst du die Domain, wählst Hosting und System, gestaltest die Seiten, schreibst Inhalte und richtest Impressum, Datenschutz und Cookie-Einwilligung ein. Vor dem Start testest du auf Handy und Desktop und meldest die Seite in der Google Search Console an.
Was muss ich bei der Erstellung einer Website beachten?
Rechtlich brauchst du ein Impressum nach § 5 DDG, eine Datenschutzerklärung und eine Einwilligung für Cookies und Tracking, die nicht unbedingt nötig sind. Technisch zählen Darstellung auf dem Handy, Ladezeit und HTTPS. Und die Domain sollte auf dein Unternehmen laufen, nicht auf den Dienstleister.
Wie gestalte ich eine Webseite?
Starte mit der Bedienung: wenige Menüpunkte, eine klare Hauptaktion je Seite, Kontakt immer erreichbar. Danach kommen Farben, Schriften und Bilder passend zu deiner Marke. Prüfe jede Seite zuerst auf dem Smartphone, denn Google bewertet die mobile Fassung.
Wie lange dauert die Erstellung einer Website?
Mit einem Baukasten steht eine einfache Seite an einem Wochenende, wenn Texte und Bilder fertig sind. Eine Firmenwebsite vom Profi braucht je nach Umfang einige Wochen; bei uns steht eine kleine Website meist in 2 bis 4 Wochen, eine umfangreiche in 4 bis 8 Wochen. Die meiste Zeit kostet meist das Liefern der Inhalte.
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
Das hängt von Seitenzahl, Design, Funktionen und Texten ab. Marktübliche Spannen, Stundensätze und laufende Kosten haben wir im Beitrag Was kostet eine Webseite zusammengestellt. Unsere eigenen Preise beginnen bei 1.500 € für einen Onepager.
Kann ich eine Website mit KI erstellen?
Ja, KI-Werkzeuge erzeugen heute in Minuten eine erste Website mit Texten und Bildern. Fehler bei Datenschutz, Barrierefreiheit oder Technik erkennt man als Laie aber oft nicht. Wann das reicht und wann nicht, steht im Beitrag Website mit KI erstellen.
Fazit: Erst das Ziel, dann der Weg
Ob du selbst baust oder bauen lässt, entscheidet nicht der Preis allein. Entscheidend ist, was die Website leisten soll und wie viel Zeit du hineinstecken kannst. Für eine Visitenkarte reicht ein Baukasten und ein freies Wochenende. Für eine Website, die Kunden bringt, lohnt sich ein Profi, der Konzept, Technik, Recht und Google von Anfang an mitdenkt.
Du willst die Arbeit abgeben? Als Webdesign-Agentur aus Langen bauen wir WordPress-Websites für kleine und mittlere Unternehmen zum Festpreis, mit Einweisung, damit du Inhalte danach selbst pflegst. Was dein Projekt ungefähr kostet, siehst du nach sechs Fragen im Webdesign-Kostenrechner.
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Über den Autor
Tim Ehling
Seit über zwei Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Webentwicklung – und seit 2006 ganz besonders intensiv mit WordPress. Ich entwickle und optimiere Webseiten, betreue sie langfristig durch zuverlässige Wartung und biete Schulungen für alle, die WordPress sicher und effizient nutzen möchten. Außerdem unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Social-Media-Kanäle und SEO-Strategien so zu verbessern, dass sie bei Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen gut ankommen.
Diskussion
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Vielen Dank für den hilfreichen Beitrag. Die Abwägung zwischen Eigenbau und Profi hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen. Wirklich top erklärt.




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