
Website erstellen lassen: Kosten, Ablauf & worauf du achten musst (2026)
Du willst eine professionelle Website erstellen lassen, aber die Angebote reichen von 500 € bis 20.000 € – und du fragst dich, was davon seriös ist? Verständlich. Der Markt ist unübersichtlich, die Preisunterschiede sind enorm und jeder Anbieter verspricht das Beste.
In diesem Guide erfährst du, was eine Website wirklich kostet, wie ein professionelles Projekt abläuft, woran du gute Anbieter erkennst – und welche Warnsignale du ernst nehmen solltest. Nach 19 Jahren und über 200 Projekten wissen wir, worauf es ankommt. Und wir sagen dir auch ehrlich, wann du eine Agentur brauchst und wann nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine professionelle Website kostet bei einer Agentur zwischen 3.500 € und 12.000 € – je nach Umfang
- Der Ablauf dauert typisch 4-8 Wochen von Konzept bis Launch
- Die drei Optionen: Baukasten (günstig, limitiert), Freelancer (flexibel, Risiko bei Ausfall), Agentur (teurer, aber Full-Service)
- Achte auf Festpreise, echte Referenzen und klare Eigentumsverhältnisse – die Website muss dir gehören
- Laufende Kosten nicht vergessen: Hosting, Domain, Wartung kommen dazu
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
Die ehrliche Antwort: Es hängt vom Umfang ab. Aber statt dich mit „kommt drauf an“ abzuspeisen, hier konkrete Preisrahmen aus der Praxis:
|
Website-Typ |
Umfang |
Agentur |
Freelancer |
|---|---|---|---|
|
Onepager / Webvisitenkarte |
1-7 Seiten |
3.500-5.000 € |
1.500-3.500 € |
|
Unternehmenswebsite |
10-20 Seiten |
5.500-8.500 € |
3.000-6.000 € |
|
Große Website / Portal |
20+ Seiten |
8.500-15.000 € |
5.000-10.000 € |
|
Online-Shop |
je nach Produkten |
ab 8.500 € |
ab 5.000 € |
Diese Preise beziehen sich auf individuell erstellte Websites mit professionellem Design, technischem SEO und rechtssicherer Umsetzung. Wer deutlich darunter anbietet, spart meist an Stellen, die du erst später bemerkst: Ladezeit, Suchmaschinen-Sichtbarkeit, Sicherheit oder Barrierefreiheit.
Eine detaillierte Aufschlüsselung aller Kostenfaktoren findest du in unserem Guide Was kostet eine Webseite. Oder du nutzt direkt unseren Webdesign-Kostenrechner – in 2 Minuten hast du eine realistische Einschätzung für dein Projekt.
Warum die Preisspanne so groß ist
Zwei Websites mit je 10 Seiten können 3.000 € oder 10.000 € kosten – und beide Preise können gerechtfertigt sein. Die Unterschiede stecken in:
Design: Template angepasst oder komplett individuell gestaltet? Ein Template spart Zeit, sieht aber aus wie tausend andere Websites. Individuelles Design transportiert deine Marke.
Content: Lieferst du Texte und Bilder, oder übernimmt das der Anbieter? Professionelle Texte kosten 100-300 € pro Seite, sind aber oft der Unterschied zwischen einer Website die informiert und einer die verkauft.
SEO: Ist technische Suchmaschinenoptimierung inklusive oder ein Aufpreis? Eine Website ohne SEO ist wie ein Ladengeschäft ohne Schild – schön, aber niemand findet es.
Technik: Saubere, schnelle Umsetzung oder aufgeblähter Pagebuilder? Das siehst du nicht auf den ersten Blick, aber Google sieht es – und deine Besucher spüren es bei jeder Ladezeit.
Baukasten, Freelancer oder Agentur – der ehrliche Vergleich
Website-Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)
Kosten: 20-50 €/Monat Für wen: Vereine, Hobby-Projekte, absolute Einsteiger mit viel Zeit
Baukästen sind im Einstieg unschlagbar günstig. Aber: Du bist an den Anbieter gebunden (Vendor Lock-in), die SEO-Möglichkeiten sind eingeschränkt und mit deinem Unternehmen wächst der Baukasten selten mit. Nach 3-4 Jahren Abo-Gebühren hast du oft mehr bezahlt als eine einfache professionelle Website gekostet hätte – ohne dass dir etwas gehört.
Freelancer
Kosten: 1.500-10.000 € je nach Projekt Für wen: Kleinere Projekte mit klarem Umfang, wenn du einen guten Freelancer kennst
Gute Freelancer liefern hervorragende Arbeit zu fairen Preisen. Die Risiken: Bei Krankheit oder Auftragsüberlastung steht dein Projekt still. Und nach dem Launch stellt sich die Frage: Wer betreut die Website weiter? Viele Freelancer wechseln nach 2-3 Jahren die Branche oder haben keine Kapazität für Wartung.
Agentur
Kosten: 3.500-15.000 € je nach Projekt Für wen: Unternehmen, die eine Website als Investition sehen und langfristige Betreuung wollen
Eine Agentur kostet mehr – bietet dafür aber Vertretungssicherheit, gebündelte Kompetenzen (Design, Technik, SEO, Recht) und langfristige Betreuung. Wichtig: Agentur ist nicht gleich Agentur. Eine kleine inhabergeführte Webdesign-Agentur arbeitet oft persönlicher und günstiger als große Full-Service-Agenturen mit hohen Overhead-Kosten.
So läuft ein professionelles Website-Projekt ab
Damit du weißt, was dich erwartet – so sieht ein typischer Ablauf aus:
Phase 1: Erstgespräch & Analyse (Woche 1)
Ein seriöser Anbieter fängt nicht mit Design an, sondern mit Fragen: Was ist das Ziel der Website? Wer ist deine Zielgruppe? Was machen deine Wettbewerber? Wenn ein Anbieter sofort über Farben und Layouts redet statt über deine Geschäftsziele – Vorsicht.
Phase 2: Konzept & Angebot (Woche 1-2)
Du bekommst ein Konzept mit Seitenstruktur, Funktionsumfang und einem verbindlichen Angebot. Achte darauf, dass es ein Festpreis ist. Stundenbasierte Abrechnung bei Neuprojekten ist ein Risiko, das du nicht kalkulieren kannst.
Phase 3: Design & Entwicklung (Woche 2-6)
Jetzt entsteht deine Website. Gute Anbieter zeigen dir regelmäßige Zwischenstände und holen Feedback ein – statt dich 6 Wochen im Dunkeln zu lassen und dann ein „fertiges“ Ergebnis zu präsentieren. In dieser Phase brauchst du selbst Kapazität: Texte liefern, Bilder freigeben, Feedback geben. Der häufigste Grund für Projektverzögerungen ist übrigens nicht die Agentur – es ist die Content-Zulieferung des Kunden.
Phase 4: Testing & Launch (Woche 6-8)
Vor dem Go-Live wird getestet: alle Geräte, alle Browser, alle Formulare. Dazu gehören auch Ladezeiten (Core Web Vitals), Rechtssicherheit (DSGVO, Impressum) und Barrierefreiheit – seit dem BFSG für viele Unternehmen Pflicht.
Phase 5: Nach dem Launch
Eine Website ist kein Projekt mit Enddatum, sondern ein Werkzeug das gepflegt werden muss. Kläre vor Vertragsabschluss: Wer macht Updates? Was kostet die laufende Wartung? Wie schnell bekommst du Hilfe bei Problemen?
Checkliste: Woran du gute Anbieter erkennst
Warnsignale, bei denen du vorsichtig sein solltest
Was du selbst vorbereiten solltest
Je besser deine Vorbereitung, desto schneller und günstiger dein Projekt:
- Ziele definieren: Was soll die Website erreichen? Anfragen generieren, informieren, verkaufen?
- Beispiele sammeln: 3-5 Websites die dir gefallen – und warum
- Inhalte sichten: Welche Texte, Bilder und Dokumente existieren schon?
- Zuständigkeit klären: Wer in deinem Unternehmen gibt Feedback und trifft Entscheidungen?
- Budget festlegen: Realistisch, inklusive Puffer für laufende Kosten
Falls du tiefer einsteigen willst, wie eine Website inhaltlich aufgebaut sein sollte, findest du in unserem Artikel zur Erstellung einer Webseite die Grundlagen – von der Domainwahl bis zur Struktur.
Die laufenden Kosten – was nach dem Launch kommt
Der größte Fehler bei der Budgetplanung: nur an die Erstellung denken. Diese Posten kommen dazu:
| Kostenpunkt | Monatlich | Nötig? |
|---|---|---|
| Hosting & Domain | 10-25 € | ✅ Pflicht |
| Wartung & Updates | ab 69 € | ✅ Dringend empfohlen |
| Premium-Plugins/Lizenzen | 10-40 € | Je nach Website |
| SEO-Betreuung | ab 490 € | Optional, wenn Sichtbarkeit wichtig ist |
| Content-Pflege | variabel | Optional |
Ohne Wartung veraltet deine Website technisch – mit realen Folgen: Sicherheitslücken, langsame Ladezeiten, im schlimmsten Fall ein Hack. Was das kostet und wie du es verhinderst, liest du in unserem Artikel über professionelle WordPress-Wartung.
Website erstellen lassen oder selbst machen?
Die ehrliche Einordnung:
Selbst machen lohnt sich, wenn:
- Du Zeit und Lust hast, dich einzuarbeiten (rechne mit 40-80 Stunden für die erste Website)
- Deine Anforderungen einfach sind (Visitenkarte, Hobby-Projekt)
- Das Budget wirklich nicht mehr hergibt
Erstellen lassen lohnt sich, wenn:
- Die Website Kunden gewinnen soll – dann ist sie eine Investition, kein Kostenpunkt
- Du deine Zeit besser in dein Kerngeschäft investierst
- Professionelle Anforderungen dazukommen: SEO, Barrierefreiheit, Performance, Rechtssicherheit
- Du langfristig einen Ansprechpartner für Technik und Weiterentwicklung willst
Ein Rechenbeispiel: Wenn deine Stunde als Unternehmer 80 € wert ist und du 60 Stunden in den Website-Bau steckst, hat deine „kostenlose“ Website 4.800 € gekostet – plus das Risiko, dass das Ergebnis nicht professionell wirkt.
Häufige Fragen zum Website erstellen lassen
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
Eine professionelle Website kostet bei einer Agentur zwischen 3.500 € und 12.000 €, je nach Umfang. Ein Onepager startet ab ca. 3.500 €, eine Unternehmenswebsite mit 10-20 Seiten liegt bei 5.500-8.500 €, komplexe Projekte ab 8.500 €. Freelancer sind oft 20-40% günstiger.
Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?
Typisch sind 4-8 Wochen von der Konzeptfreigabe bis zum Launch. Kleinere Projekte können in 2-3 Wochen fertig sein, komplexe Shops brauchen 8-12 Wochen. Der häufigste Verzögerungsfaktor: die Content-Zulieferung durch den Auftraggeber.
Website erstellen lassen oder selbst machen?
Selbst machen lohnt sich bei einfachen Anforderungen, viel Zeit und knappem Budget. Erstellen lassen lohnt sich, wenn die Website Kunden gewinnen soll und professionelle Anforderungen wie SEO, Barrierefreiheit und Performance wichtig sind.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Hosting und Domain ab 10-25 €/Monat, Wartung ab 69 €/Monat, optionale Premium-Plugins 10-40 €/Monat. Dazu kommt bei Bedarf laufende SEO-Betreuung ab 490 €/Monat.
Woran erkenne ich eine gute Webdesign-Agentur?
An echten Referenzen, transparenten Preisen, einem schriftlichen Festpreisangebot und daran, dass sie Fragen zu deinen Geschäftszielen stellt. Warnsignale: Seite-1-Garantien, Verkaufsdruck und unklare Eigentumsverhältnisse.
Fazit: Gut vorbereitet zur richtigen Entscheidung
Eine Website erstellen zu lassen ist eine Investition – und wie bei jeder Investition entscheidet die Vorbereitung über das Ergebnis. Definiere deine Ziele, vergleiche Anbieter anhand der Checkliste und achte auf Festpreise und klare Eigentumsverhältnisse.
Und wenn du wissen willst, was dein konkretes Projekt kosten würde: Wir sind eine inhabergeführte Webdesign-Agentur aus dem Rhein-Main-Gebiet und beraten dich ehrlich – auch dann, wenn die Antwort lautet: „Dafür brauchst du uns nicht.“ Das kostenlose Erstgespräch ist unverbindlich, das Angebot danach ein Festpreis.
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Andrea Leitold ist Webdesignerin und Marketing-Allrounderin bei der mainagentur. Seit 2002 erstellt sie digitale und gedruckte Medien, heute mit Fokus auf WordPress, UX und verständliche Inhalte, damit Webseiten klar, nutzerfreundlich und auffindbar sind.
Schwerpunkte:
✔ Webdesign und UX, nutzerfreundliche Seitenstrukturen
✔ WordPress Inhalte und Seitenpflege, saubere Darstellung auf Mobilgeräten
✔ Content und Texte, verständlich, zielgerichtet, conversionnah
✔ Design für Kampagnen, Social Assets, Print bei Bedarf
✔ Marketing-Beratung, Positionierung und Angebotslogik







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